*Es handelte sich um die "FDP" der Britischen Besatzungszone. Die "bundesweite" FDP entstand Ende 1948 - also vor Gründung der BRD - als Zusammenschluß der bis dahin 13 Landesverbände der westlichen Besatzungszonen.
**Eine Kurzbiografie bietet keinen Raum für längere Ausführungen zur Entwicklungshilfe im allgemeinen und zur völlig verfehlten deutschen Entwicklungspolitik im besonderen. (Diese Scheel zuzuschreiben wäre wohl auch unbillig. Im Gegensatz zum damaligen Bundespräsidenten
Heinrich Lübke
- dem es eine Herzensangelegenheit war, den "armen Negerlein" zu helfen - dürfte es Scheel am Arsch vorbei gegangen ziemlich egal gewesen sein, was seine Beamten in der "Dritten Welt" oder sonstwo trieben.) Daher nur soviel:
Der Begriff "Entwicklungshilfe" ist schwammig: Bei welcher Art von (wirtschaftlicher) Entwicklung soll geholfen werden und mit welchem Ziel?
Böse Zungen behaupten, den Geberländern gehe es lediglich darum, sich durch mehr oder weniger verdeckte Schmiergeldzahlungen Zugang zu Rohstoffen und Absatzmärkten zu sichern. (Wenn dem so wäre, dann hätten die Politiker der BRD und der anderen europäischen Staaten vollständig versagt und all diese Gelder in den Sand gesetzt; denn den Kuchen teilten sich am Ende die USA, die SU und schließlich auch die VRC.)
Noch bösere Zungen behaupten, mit Geschenken und Krediten à fond perdu wollten die Geberländer den Empfängerstaaten gar nicht helfen, sondern sie vielmehr daran hindern, eine eigene Wirtschaft aufbauen, weil ihnen diese Konkurrenz auf den Weltmärkten machen könnte - Paradebeispiel ist die Belieferung afrikanischer Länder mit Geflügel zu Dumpingpreisen, die es einheimischen Züchtern unmöglich macht, eigene Geflügelfarmen mit Gewinn zu betreiben. Dikigoros würde sich diesen cynischen Standpunkt zwar nicht zu eigen machen; ganz von der Hand zu weisen ist er jedoch nicht.
Im Grunde genommen gibt es bei Entwicklungshilfe - wie bei allen Investitionen im Ausland - doch nur zwei Alternativen: Gelingen oder Scheitern. Ersteres ist der schlimmere Fall, der zumeist in Asien eintrat - Paradebeispiel ist die Werftindustrie Südkoreas, welche die BRD aufbauen half, bis ihre eigene Werftindustrie durch die koreanische Konkurrenz ruiniert war.
Letzteres führt "nur" zum Verlust des investierten Geldes - so der Regelfall in Afrika. 1960 hatte die große "Dekolonisierungswelle" dortselbst begonnen:
De Gaulle hatte alle schwarzafrikanischen Kolonien Frankreichs in die Unabhängigkeit entlassen, Belgien den Kongo und Großbritannien Nigeria. Es dauerte nicht lange, bis diese Länder trotz ihres potentiellen Reichtums unter ihren unfähigen, korrupten schwarzen Machthabern in Bürgerkriegen, Hungersnöten u.a. Wirtschaftskrisen versanken, so daß "Entwicklungshilfe" dringend angezeigt schien.
Einige weise Staatsmänner, wie
António Salazar,
H. F. Verwoerd und
Ian Smith, verweigerten sich dem Irrsinn Irrweg der "Dekolonisierung" durch Machtübergabe an die Schwarzen und sicherten so den Völkern und Stämmen Angolas, Moçambiques, Rhodesiens, Süd- und Südwestafrikas noch für eine Generation Frieden und Wohlstand (auch ohne Entwicklungshilfe, sogar trotz Handelsboykotts durch die größten Wirtschaftsmächte), bevor auch sie sich dem Druck der kriminellen Vereinigung UNO und der diese beherrschenden Schurkenstaaten beugen und ihre Länder ans Messer liefern mußten, die heute ebenfalls von Entwicklungshilfe leben.

Tatsächlich verschwanden und verschwinden die meisten Hilfsgelder entweder in den Taschen der neuen Machthaber (bzw. auf deren Auslandskonten - in der Schweiz sarkastisch "recycling" genannt :-), oder sie werden für Waffenkäufe verwendet. (Nicht immer, aber immer öfter bei den Rüstungsfirmen der Geberländer - die also indirekt subventioniert werden :-)
Das muß an dieser Stelle genügen - Dikigoros schreibt noch etwas mehr zum Thema Entwicklkungshilfe in seiner Kurzbiografie über den togolesischen Negerhäuptling Präsidenten
Gnassingbé Eyadéma
(Stichwort "Lomé" nebst Fußnote).
***"Bestechung" von Abgeordneten ist nach den Gesetzen der BRD nicht möglich; diese dürfen sich daher ungestraft kaufen lassen.
****Das GkdVOdBRD wird normalerweise erst nach der Wahl zum Bundespräsidenten verliehen, da dies als besonderes Verdienst gilt. Scheels Verdienste als Schlagersänger waren aber unzweifelhaft größer denn die als Bundespräsident, wenngleich er ausweislich jener Platte weder Stimme hatte noch singen konnte.
*****Damals galten Wehrmachtsangehörige, auch wenn sie weder desertiert waren noch zum Kreis der Attentäter des 20. Juli 1944 gehörten, noch nicht automatisch als "Nazis" und "Kriegsverbrecher".
******Kranichfeld ist der Geburtsort des Dichters Rudolf Baumbach, der 1879 das Gedicht "Der Wagen rollt" schrieb, aus dem der Komponist Heinz Höhne 43 Jahre später den Schlager "Hoch auf dem gelben Wagen" machte.
weiter zu Henry Kissinger
zurück zu Politiker des 20. Jahrhunderts
heim zu Von der Wiege bis zur Bahre
|