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*nach anderen Quellen: 1927 **Es ist viel herum gerätselt worden, wieso die USA ihren getreuen Vasallen Batista so plötzlich fallen ließen und statt dessen den zwielichtigen Revoluzzer Castro unterstützten - wobei "die USA" nicht nur die Regierung meint, sondern auch und vor allem die Medien und die [Schatten-]Wirtschaft, die in den Jahren zuvor ganz erheblich in Kuba investiert hatte. Manche meinen, Batista habe sich Meyer Lansky, den Kopf der "Koscher nostra" und führenden US-Mafioso auf Kuba, mit einer Steuererhöhung für Gewinne aus dem Hotel-business zum Feind gemacht; dieser habe daraufhin beschlossen, statt seiner den Juden Castro zu unterstützen. Für diese These gibt es indes keine belastbaren Beweise. Wenn sie zuträfe, hätte sich Lansky völlig verspekuliert; denn Castro machte bei seinen Enteignungen keine Ausnahme für Juden. Ein zweites Mal hätte sich Lansky dann verspekuliert, als er Kennedy an die Macht brachte in der Hoffnung, daß dieser ihm Kuba zurück erobern würde - daß ausgerechnet Kennedy es war, der den Exil-Kubanern beim Kampf gegen Castro in den Rücken fiel, wäre dann ein Treppenwitz der Geschichte gewesen. Daß auch Castro sich verspekulierte und mit der Zerschlagung von Lanskys Finanz-Imperium das Huhn schlachtete, das bis dahin goldene Eier nicht nur, aber auch für Kuba gelegt hatte, steht auf einem anderen Blatt. ***Wilsons erste Amtshandlung nach seiner Machtübernahme im Oktober 1964 war der Verkauf von 400 Leyland-Bussen an das Castro-Regime. Der Transport bereitete allerdings gewisse Schwierigkeiten. Den zunächst dafür vorgesehenen DDR-Frachter Magdeburg ließ die C.I.A. in der Themse-Mündung mit Hilfe des japanischen Handelsschiffes Yamashiro Maru "verunfallen"; erst als die Briten dazu übergingen, eigene Frachtschiffe einzusetzen, gelangten die Lieferungen ans Ziel. ****Castros Krieg in Angola zählt zu den undurchsichtigsten Kapiteln der neueren Kriegsgeschichte. Er selber ließ 2005 die offizielle Darstellung verbreiten, daß seine Truppen den Bürgerkrieg 1988 für die MPLA "gewonnen" und damit auch maßgeblich dazu beigetragen hätten, daß Südwestafrika 1990 an die marxistische SWAPO fiel; Ochoa sei nicht wegen Unfähigkeit oder Erfolglosigkeit zum Tode verurteilt worden, sondern weil er hinter seinem Rücken Drogengeschäfte in die eigene Tasche gemacht habe. Richtig ist, daß die Kubaner 1988 einige größere Schlachten in Angola gewannen und die MPLA dadurch den größten Teil des Landes unter ihre Kontrolle brachte; der Bürgerkrieg war damit aber noch längst nicht beendet, sondern setzte sich bis ins 21. Jahrhundert fort. Auch daß "Namibia" an die SWAPO fiel war wohl weniger ein "Verdienst" Kubas als vielmehr Folge des politischen und wirtschaftlichen Drucks der westlichen Regimes auf Südafrika. Es mag sein, daß Ochoa mit Rauschgift handelte; aber das schließt nicht aus, daß Castro auch mit seinen militärischen "Erfolgen" nicht so zufrieden war wie er es nach außen darstellte: Kuba hatte nicht nur eine beträchtliche Zahl von Soldaten, sondern auch den größten Teil seiner Luftwaffe, seiner Artillerie und seiner Panzer in Angola eingesetzt, was eine erhebliche Belastung für den ohnehin maroden Staatshaushalt darstellte; dies zu einem Zeitpunkt, als sich die UdSSR vornehm aus der Finanzierung solcher Abenteuer zurück zog. Unter dem Strich dürfte Castro in Angola wirtschaftlich eher Verlust als Gewinn gemacht haben, da der lukrative Handel mit Rohstoffen - vor allem Diamanten (die riesigen Erdöl-Vorkommen vor der Küste waren noch nicht entdeckt) - im Grenzgebiet überwiegend in Händen der anti-marxistischen UNITA-"Rebellen" blieb. Für eine Liquidierung Ochoas wegen militärischen Versagens spricht auch die gleichzeitige Hinrichtung dreier weiterer hoher kubanischer Militärs. *****Zu den Trägern des Gaddafi-Preises zählen neben Castro so illustre Persönlichkeiten wie Nelson Mandela, Ahmäd bin Bälla, Louis Farrakhan, Evo Morales, Hugo Chávez, Dom Mintoff, Daniel Ortega und Recep Tayyip Erdoğan. ******Neben Castro werden auch dessen Freunde Evo Morales und Julius Nyerere - letzterer posthum - zu "Welthelden" ernannt. *******Da auch Privatüberweisungen von in den USA lebenden Exil-Kubanern an ihre daheim gebliebenen Freunde und Verwandte vom Boykott ausgenommen sind, fließen von dort jährlich ca. 1 Milliarde US-$ nach Kuba und werden dort ausgegeben. Wenn nur ein Teil davon jeweils bei Castro "kleben" blieb, könnte sein Privatvermögen durchaus diese Dimensionen erreicht haben. weiter zu Manuel Noriega zurück zu Politiker des 20. Jahrhunderts heim zu Von der Wiege bis zur Bahre |