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*Der bisweilen gebrauchte Namenszusatz "ibn" (oder "bin") Mohamad [Sohn des Mohamad] ist eine - inkorrekte - Konzession an den muslimischen Zeitgeist. Der korrekte Name lautet allein "Mahathir". Das M in dem - nur im Volksmund, niemals offiziell gebrauchten - Spitznamen "Dr. M." steht nicht als Abkürzung für "Mahathir" oder "Mohamad", sondern vielmehr für "Mamak [Mischling]". Dies steht seinem betonten malaiischen Nationalismus nicht entgegen - im Gegenteil: Er zählt zu den "150%igen", die den Makel ihrer ausländischen Abstammung und/oder Geburt durch besonders patriotisches Auftreten wett zu machen suchen, wie so viele Politiker des 20. Jahrhunderts
(Atatürk,
Erdoğan,
Franco,
Hitler,
Mannerheim,
Masaryk,
Ne Win,
Nehrū,
Päts,
Pavelić,
Piłsudski,
Soekarno,
Stalin,
Sun Yat-sen,
Tito,
Valera,
Venizelos). **Das Schulregister weist als Geburtsdatum den 20. Dezember 1925 aus. Angeblich machten ihn seine Eltern gegenüber den Behörden gut 5 Monate jünger, um ihn ein Jahr später einschulen zu können. Dikigoros hält das für nachvollziehbar und glaubhaft. ***Mahathir ist das 9. Kind - das 3. gemeinsame. (Beide Elternteile hatten weitere Kinder aus 1. Ehe.) ****Der regierende Fürst von Kedah trägt den Titel "Sultan"; seine Söhne heißen "Tunku". Abdul Rahman war der Sohn einer Nebenfrau des Sultans. Auch er zählte zu den o.g. "150%igen"; er war überwiegend in England und Thailand aufgewachsen. *****Die im Westen verbreitete englische Übersetzung von "Pertubuhan Kebangsaan Melayu Bersatu" - "United Malays National Organisation" - ist ein politisch-korrekter Euphemismus. "Bangsa" ist "das Volk"/"die Rasse"; man könnte "Kebangsaan" auch mit "Rassismus" übersetzen. Gleichwohl übernimmt Dikigoros im folgenden die - auch in Malaysia übliche - Abkürzung "UMNO". ******Mahathir plädierte dafür, bei Wahlen nur Kandidaten aufzustellen, die des Lesens und Schreibens kundig waren - wohlgemerkt nicht als generelle Zulassungsbeschränkung, sondern nur als innerparteiliche, speziell für die UMNO. Abdul Rahman lehnte dies jedoch strikt ab. Der Teufel lag im Detail, nämlich in der Frage, welche Schrift die Kandidaten beherrschen können sollten/mußten: Bahasa wurde bis 1962 - und in Teilen des Landes noch lange danach - in Jawi-Arabisch geschrieben, die indischen Sprachen in Silbenschrift (Dewnagrī, Tamilisch), die chinesischen in Piktogrammen und last not least Englisch in lateinischen Buchstaben. Nur eine kleine Minderheit beherrschte mehr als eine Schrift, alle zugleich praktisch niemand. Es gab auch noch viele völlige Analfabeten, vor allem in Sabah und Sarawak.
*******Mit Singapur hätten die Chinesen die relative Bevölkerungsmehrheit gehabt. Die Spannungen zwischen den Volksgruppen waren und sind erheblich, nicht nur, weil sowohl Malaien als auch Chinesen
********Unter Mahathir wird später auch Schokolade verboten, da sie Schweinefett enthalten könnte. Die traditionelle Vorliebe der Malaien für Schweinefleisch erklärt sich aus ihrer Vergangenheit als Kannibalen. Ältere Malaien haben Dikigoros glaubhaft versichert, daß "babi [Schweinefleisch]" genauso schmecke wie "babi orang [Menschenfleisch]". Dies ist nachvollziehbar, da Menschen und Schweine gleichermaßen Allesfresser sind. Unter Mahathir wird ferner das professionelle Fußballspielen für Frauen verboten (das es in Malaysia noch gar nicht gibt - also vorbeugend). Dagegen wird die liebste "Sportart" - der Hahnenkampf - zwar nicht verboten; Mahathir versucht jedoch, das theoretisch schon länger bestehende Verbot, auf Hahnenkämpfe zu wetten - was deren
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