CITIUS ALTIUS FORTIUS
*********************************
Einen guten Sportler erkennt man an seinem Sieg
- einen großen Sportler in seiner Niederlage!

[Sportler]

Tabellarische Lebensläufe und Kurzbiografien
von "Sporthelden" des 20. Jahrhunderts
gesammelt von Nikolas Dikigoros

[Schweizer Olympia-Medaille 1948]

Nun hat Dikigoros so viel über (vermeintlich) große Politiker und (vermeintlich) große Kriegshelden geschrieben; aber dabei ist ihm bewußt geworden, daß diese "Helden" im Laufe des 20. Jahrhunderts eigentlich ausgedient haben und ersetzt worden sind durch die Helden der Film-Bühne, der Kino-Leinwand und des Fernseh-Bildschirms. An erster Stelle stehen dabei die "Sportler" - wie könnte es anders sein, nehmen sie doch den Platz ein, den einst die Krieger inne hatten: Fußball- und andere Mannschaften fechten gewissermaßen die Kriege aus, die früher Familien, Stämme und Völker gegen einander führten; und es ist gut so, daß nur noch diese Stellvertreter ihre Knochen hin halten müssen.

Nebenbei bemerkt tun sie dies auch in der Größe, die ein steinzeitlicher Jagdverband in etwa gehabt haben dürfte; die Begeisterung des Publikums ist also umso verständlicher, als sie offenbar in atavistischen Verhaltensweisen fest verankert ist: Früher erlegte man die Beute - oder jagte sie der Konkurrenz ab -, heuer drischt man den Ball in ein Netz, mit dem man kein Geflügel und keinen Fisch mehr fangen muß, seit man die Weihnachtsgans und den Silvesterkarpfen mit weniger Aufwand aus der Tiefkühltruhe fischen kann. À propos, jemand hat mal gesagt: "Jagen wird erst dann ein echter Sport, wenn die Tiere Gelegenheit bekommen, zurück zu schießen." (Für den Stierkampf würde Dikigoros das schon gelten lassen, wenn man den armen Tieren nicht die Hörnerspitzen wund feilen würde, damit sie nicht mehr richtig zustoßen, wie es heute üblich ist.) Aber Sport ist nicht nur Ersatz für altertümliche Nahrungsbeschaffungs-Maßnahmen, sondern auch das, was Lenin mal "Opium fürs Volk" genannt hat: Er soll nicht mehr selber, "aktiv" betrieben werden, als Volkssport (als solcher war er der Obrigkeit immer schon verdächtig - der "Turnvater" Jahr galt als potentieller Terrorist :-), sondern passiv konsumiert werden, als Zuschauer, und auch das möglichst nur zuhause, friedlich vor dem Fernseher, und nicht etwa "live" im Stadion - wo es ja zu "Ausschreitungen" kommen könnte, und sei es nur, daß jemand den "Stinkefinger" hebt (oder in Italien den "römischen Gruß" zeigt :-), einen schwarzen Spieler (oder den Schiedsrichter :-) als "Schwarzen Mann" beschimpft oder Pappbecher aufs Spielfeld wirft. (Oder schlimmeres; einige erinnern sich vielleicht noch an den "Fußballkrieg" zwischen El Salvador und Honduras im Sommer 1969; und andere haben vielleicht sogar im November 2008 von dem - in westlichen Medien tot geschwiegenen - Beinahe-Fußballkrieg zwischen Ungarn und Slowaken in Dunajská Spreda gehört; wenn es so weit kommt, verliert der Sport seine Funktion als ritueller Kriegsersatz und verkehrt seine "Blitzableiter"-Funktion ins Gegenteil. Zum Glück sind solche Fälle bisher noch selten; aber man braucht nur mal ein Spiel in den unteren Kreisklassen des BRD-Fußballs zu besuchen um zu ahnen, daß der Religions-Bürger-Krieg zwischen - überwiegend türkischen - Muslimen und Nicht-Muslimen, der uns in allernächster Zeit droht, dort seinen Ausgang nehmen wird.) Dieser "Fernsehsport" hat auch noch einen anderen Vorteil, wie mal ein Politiker gesagt hat: "Das sicherste Mittel gegen Überbevölkerung sind Sportsendungen rund um die Uhr." Leider stehen die dafür notwendigen Fernsehgeräte nur im Westen, dessen Völker ohnehin kurz vor dem Aussterben stehen, nicht aber in der "Dritten Welt", wo sie eigentlich notwendig wären.

Die Auswahl ist schwierig, schon die der Sportarten und Disziplinen, zumal Dikigoros da nicht seinem persönlichen Geschmack folgen kann. Für ihn ist die Leichtathletik noch immer die Mutter aller Sportarten, deren drei Grunddiziplinen Laufen, Springen und Werfen die Basis für jede andere Sportart bilden. Aber er versteht auch, daß die zahlreichen Doping- und andere Skandale sie in den Augen der Zuschauer weit zurück geworfen haben. Wer erlebt hat, daß die Helden von heute schon morgen überführte Betrüger sind, der begegnet auch denen von gestern mit einem gewissen Mißtrauen; er hat sich daher auf zwei Leichtathleten beschränkt, obwohl ihm noch ein gutes Dutzend anderer einfiele, die es mindestens ebenso verdient hätten wie der Rest der Liste. Am populärsten sind heute die Helden des Ballsports, und auch hier wiederum in Disziplinen, denen Dikigoros persönlich überhaupt nichts abzugewinnen vermag. Er selber hat früher Handball, Basketball und Volleyball gespielt; aber das Publikum hat sich anders entschieden, nämlich in den USA für SchlagballBaseball, in Europa und Lateinamerika für Fußball (in Deutschland gelten die Gewinner der Fußball-Weltmeisterschaft von 1954 bis heute als "die Helden der Nationvon Bern", die Gewinner der Handball-Weltmeisterschaft von 1952 dagegen kannte schon damals kaum jemand und kennt heute niemand mehr) und ausgerechnet Tennis. (Mal im Ernst: Gibt es etwas Langweiligeres als zwei oder vier Typen, die ein - für den Zuschauer ohne Fernglas und Zeitlupe oft kaum noch genau zu verfolgendes - Filzbällchen über ein Netz hin und her kloppen? Aber Geschmäcker sind verschieden: Dikigoros' Mutter z.B. meinte einmal, daß es nichts Langweiligeres gäbe als Leuten zuzuschauen, wie sie ständig im Kreis herum laufen, in eine Sandgrube hopsen oder irgendwelche Gegenstände in die Luft werfen :-) Es gibt sicher auch schönere Kampfsportarten als ausgerechnet Boxen und Fechten; aber die sind vielleicht immer noch das geringere Übel, verglichen etwa mit Sumo oder Catchen, die fernsehmäßig inzwischen stark aufgeholt haben... (Aber die Zeiten, da in Europa manche Leute - zu denen in den 1970er Jahren auch Dikigoros' Frau zählte - nachts aufstanden, um im Fernsehen "live" mit anzusehen, wie zwei Neger am anderen Ende der Welt einander die Fäuste an den Kopf schlugen, sind ja zum Glück ohnehin vorbei :-) Von den vielen Wassersportarten ist eigentlich nur Schwimmen wirklich populär geworden - Taucher sieht man ja nicht, und bei den Turmspringern geht ja alles so schnell, frei nach Schiller: "Blubb blubb, weg war er!"

Einige Sportarten wird der geneigte Leser vermissen; es sind diejenigen, von denen Dikigoros glaubt, daß sie - jedenfalls heute - weniger vom Können der Menschen abhängen, die sie betreiben, als vielmehr von Technikern, die hinter den Geräten und Hilfsmitteln stehen, mit denen sie ausgeübt werden; und die Grenzen hat er relativ eng gezogen, nämlich dort, wo zur Fortbewegung mehr benötigt wird als ein paar Schuhe. Damit scheiden die meisten Wintersportarten von vornherein aus - aber bei denen kennt sich Dikigoros eh nicht so genau aus; er kann einen Abfahrtslauf kaum von einem Riesenslalom unterscheiden, Skier hat er nie besessen, Schanzenspringer sind für ihn potentielle Selbstmörder, die sich entweder zu Tode hungern oder "fliegen"; und was heutzutage - nicht viel weniger lebensmüde - auf Schlitten oder Bobs durch die Eiskanäle rast (wie sagte mal jemand über solche Sportarten: "Sport ist eine Methode, Krankheiten durch Unfälle zu ersetzen" :-) kann er nicht mal mehr optisch wahrnehmen, ebenso wenig wie ein Formel-I-Fahrzeug. Der so genannte "Motorsport" fehlt also sowohl zu Lande wie im Wasser und in der Luft, ebenso das Schießen. (Das schließt eigentlich sehr schöne Sportarten wie Armbrust- und Bogenschießen ein bzw. aus, bei denen es heute auch nur noch darauf ankommt, wer die beste Waffe hat.) Nach einigem Zögern hat er auch die Radfahrer weg gelassen, weil es inkonsequent wäre, sie aufzunehmen, nicht aber die Ruderer und die Segelflieger. (Mit den "Hilfsmitteln", die vor allem im Radsport immer öfter Schlagzeilen machen, hat das übrigens nichts zu tun; gedopt wird in allen Sportarten, bei den Leichtathleten im Schnitt nicht weniger als bei den "Cyclisten" :-) Über Kraftmeiereien wie Gewichtheben oder Fingerhakeln und Nonsense-Sportarten Geschicklichkeits-Spielchen wie Gewichtheben, Golf, Billard oder Darts sagt er besser nichts. (Das haben schon andere getan; er denkt insbesondere an den netten Satz: "Golf ist nur die teurere Variante des Murmelspiels" :-) Über Schach schreibt er an anderer Stelle, dto über Pferdesport.

Auch einige Vertreter[innen] der nicht ausgeschlossenen Sportarten wird der geneigte Leser womöglich vermissen, obwohl sie durchaus populär waren oder sind; aber um diese Seite nicht ausufern zu lassen, hat Dikigoros sich zum Grundsatz gemacht, nicht mehr als drei Disziplinen pro Sportart, und nicht mehr als drei Sportler pro Disziplin aufzunehmen, ferner nicht mehr als drei pro Nationalität (wobei er die USA nicht als "Nation" betrachtet). Dabei hat er versucht, geografisch und politisch korrekt zu sein, d.h. fifty:fifty diesseits und jenseits des Atlantiks, ein Viertel Neger und ursprünglich nur ein Sechstel Frauen. Aber inzwischen hat er sich breit schlagen überzeugen lassen, die Frauenquote auf ein Drittel zu verdoppeln - nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt, daß auch jemand aus dem hohen Norden Europas und vom 5. Kontinent "down under" dabei sein sollte.
[Nein, der "Ostblock" war kein Muß; zudem waren Turnerinnen wie Nadia Comaneci und Olga Korbut letztlich bloß Eintagsfliegen; und bei der Wahl zwischen der Pionierin des professionellen Eiskunstlaufs und späteren Schauspielerin Sonja H. oder der jungen Pionierin und späteren Volkskammer-Abgeordneten, "Honis Liebling" Katharina W., hat sich Dikigoros lieber für erstere entschieden. Wenn er überhaupt einen ostzonalen Sportler (und Polit-Bonzen :-) aufgenommen hätte, dann wäre das Adolf "Täve" Schur gewesen; aber Dikigoros hat sich entschlossen, die Radfahrer ganz weg zu lassen - die Erfolgreichsten waren eh gedopt, und es ist ihm zuwider, das im einzelnen abzuhandeln; deshalb fehlen hier übrigens auch die "jüngeren" Leichtathleten und Schwimmer.]
Warum? Weil das der tatsächlichen Popularitäts-Verteilung entspricht, was nicht zuletzt daran liegt, daß Ihr, liebe Leserinnen, mehr für Männer schwärmt als für Eure Geschlechts-Genossinnen - und welcher Mann nimmt schon eine Fußballspielerin ernst? À propos Fußball: Einige deutsche Leser hätten vielleicht andere Vertreter dieser Sportart ausgewählt, z.B. die "Ehrenspielführer" ihrer Nationalmannschaft. Aber mal im Ernst: Fritz Walter und Uwe Seeler mögen gute Fußballer gewesen sein, vielleicht sogar sehr gute - aber mehr auch nicht; und genau genommen waren sie nur Provinzkicker, die es trotz vielfältiger Möglichkeiten stets ablehnten, sich "den Duft der großen weiten Welt" um die Nase wehen zu lassen. (Sie nannten das "Bodenständigkeit"; aber sie hätten doch anschließend in ihre Heimat zurück kehren können - wöge das nicht viel schwerer?) Was ist das schon, verglichen mit Pelé, einem armen Negerjungen, der vom Schuhputzer zum Sportminister aufstieg, oder mit Puskas, dem ungarische Nationalisten seine deutsche Identität raubten und englische Schiedsrichter die Weltmeisterschaft, den ungarische Kommunisten und ihre Helfershelfer um die halbe Welt jagten, und der trotz alledem bis kurz vor seinem Tode Großes geleistet hat? Von den vorgenannten deutschen Spielern hat man dagegen, seit sie Ende 30 waren, so gut wie nichts mehr gehört.
[Wenn Dikigoros überhaupt einen Deutschen als dritten Fußballer aufgenommen hätte, dann wäre das ein Torwart gewesen. Nein, nicht Trautmann, nicht Turek oder irgend ein anderer, der sich mit klingenden Titeln wie "Weltmeister" oder "Weltfußballer" schmücken darf, nicht DeppSepp Maier - der im Suff nicht nur sich selber zum Krüppel fuhr (was natürlich sein gutes Recht war :-), sondern auch andere -; nein, er hätte einen großen Sportler genommen, dem ob seiner Zivilcourage mehr Unrecht widerfuhr als Thorpe, Owens und Puskás zusammen, und der dennoch allen seinen Feinden verziehen hat: dem Scheiß-Verein, der ihn als "Nestbeschmutzer" hinaus warf, weil er die Doping-Praktiken aufdeckte, die mittlerweile auch im Fußball eingerissen waren, dem Verband, der ihn unter dem selben Vorwand aus der Nationalmannschaft verbannte, und sogar der Lügenpresse, die ihm ein Foul anhängte, das gar keines war (Dikigoros schreibt darüber an anderer Stelle mehr), während sie kein Wort darüber verlor, daß er selber am Ende seiner Karriere kaum noch einen heilen Knochen oder ein heiles Band im Leibe hatte. Und wer jetzt immer noch nicht weiß, wer gemeint ist, kann ja mal unter "Harald - oder Toni - Schumacher" googlen.]
Und das ist ein weiterer Punkt: Hier taucht niemand auf, der nur ein paar Jahre als "aktive[r]" Sportler[in] Schlagzeilen gemacht hat - das allein würde einen ganzen Lebenslauf schwerlich rechtfertigen. Und wiederum nur einem solchen läßt sich entnehmen, ob der Sportler nicht nur in seinen Siegen, sondern auch in seinen Niederlagen "groß" im Sinne der Überschrift war. Es muß also noch etwas hinzu kommen, sei es daß er später Trainer oder Funktionär war, Musikant, Schauspieler oder Schriftsteller (und sei es nur der eigenen Memoiren :-), in die Wirtschaft oder Politik gegangen ist. Damit meint Dikigoros wohlgemerkt nicht die Kneipe, in der sich so mancher frustierter Ex-Sportler, der kein neues Betätigungsfeld fand, zu Tode gesoffen hat; und er meint auch nicht jemanden wie Diego Maradona, der zwar nach Meinung vieler ein ebenso guter Fußballer war wie Pelé (und vielleicht ein noch besserer Handballer geworden wäre :-), dann aber nur noch durch seinen Drogenkonsum und seine peinliche Anbiederung an den kubanischen Diktator Fidel Castro von sich reden machte.
(Auf Leseranfragen: Franz Beckenbauer hätte Dikigoros als dritten Fußballer nachgetragen, wenn er UEFA- oder FIFA-Präsident geworden wäre - aber davon kann seit dem künstlich hoch gekochten Skandal um die WM-Vergabe 2006 nicht mehr die Rede sein -, und Stefanie Graf, wenn eines ihrer Kinder mit ihr als Trainerin oder Managerin ein Grand-Slam-Turnier gewonnen hätte. Aber auch das scheidet wohl endgültig aus, da ihr Sohn beschlossen hat, lieber Baseball-Spieler zu werden - und sich zu diesem Zweck bereits mit 18 Jahren eine künstliche Ellbogensehne hat einsetzen lassen, mit der er den Ball härter pitschen kann als seine Mutter ihn jemals mit dem Racket aufschlug :-)
Dabei zählt Dikigoros unter "Politik" auch solche, die nicht selber Politiker wurden, sondern von der Politik mißbraucht wurden, wie Helene Mayer, Jesse Owens oder Jim Thorpe. Zwar hat man das auch mit anderen versucht, z.B. mit Joe Louis - aber der hat sich nicht mißbrauchen lassen und auch das Maul nicht so weit aufgerissen wie ein Cassius Clay alias Muhammad Ali, und so ist er denn langsam aber sicher in dessen Schatten als schwarzes Boxidol versunken. À propos Boxidol: Warum schöpft Dikigoros die Vorgabe von drei Sportlern pro Disziplin hier nicht aus, etwa mit Jack Dempsey oder Rocky Marciano (die viele für die besten Boxer aller Zeiten halten - jedenfalls für besser als einen Schmeling)? Nun, zum einen aus den vorgenannten Gründen: Marciano trat sang- und klanglos zurück und geriet nur noch einmal in die Schlagzeilen, als er bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückte; Dempsey machte ein Lokal auf, wo sich jeder für einen Dollar mit ihm fotografieren lassen konnte, und ließ sich im Zweiten Weltkrieg in eine Uniform stecken, um häßlicheschöne Reden gegen die bösen Nazi-Deutschen zu schwingen - das war das letzte, was man von ihm hörte. Zum anderen waren beide auch sportlich gesehen keine gar so großen Lichter wie manche meinen, sondern eher erfolgreiche Schläger: Dempsey gewann all seine "großen" Kämpfe durch Fouls - meist durch Tiefschlag -; aber kein Ringrichter durfte es wagen, ihn darob zu disqualifizieren, das Publikum hätte ihn gelyncht -; und Marciano schlug einfach blindlings drauf los im festen Vertrauen darauf, mehr einstecken zu können als seine Gegner - die entweder deutlich älter waren als er oder schlicht "Fallobst". Gewissen Boxfans mag das gefallen; aber mit Sport hatte das nicht allzu viel zu tun. Und über einen Mike Tyson und sein "Nach[t]leben" braucht Dikigoros doch hoffentlich kein Wort zu verlieren, oder?

Die folgenden Lebensläufe sind alfabetisch geordnet. Wie sonst? Man kann Sportarten noch schlechter mit einander vergleichen als die sprichwörtlichen Äpfel und Birnen, und Sportler erst recht. Wer will sagen, ob ein Schwergewichtsboxer "größer" war als ein Leichtgewichtler, bloß weil er ihn an Höhe, Breite und Schlagkraft übertraf? Wer will einen Tennisspieler der 1920er Jahre vergleichen mit einem, der ein modernes Fiberglasracket in der Hand hat? Oder einen Bambusstock statt eines modernen Stabhochsprunggeräts? (Vom Schuhwerk ganz zu schweigen - das gilt übrigens für alle Sportarten und Disziplinen, also auch für Kufen und Skier) Wer den Schwimmer der ungeheizten Naturgewässer mit denen aus der Zeit der wohltemperierten Schwimmbäder? Wer die Fußballstürmer mit der alten Abseitsregel (gegnerischer Torwart plus zwei Verteidiger!) mit denen aus der Zeit des erlaubten, da nur "passiven" Abseits? (Und dazu noch mit unterschiedlichen Arbeitsgeräten: Der alte, große Lederball sog sich bei Regen mit Wasser voll und wog dann fast doppelt so viel wie - und flog entsprechend langsamer als - die kleinen, wasserabweisenden Kunststoffbälle von heute.) Wer die Kondition der früheren Boxer, die eine unbegrenzte Zahl von Runden durchstehen mußte, bei denen nur Aufgabe oder k.o.-Sieg zählte, mit den Fettsäcken, die sich gerade mal über 15 - heute sogar nur noch 12 - Runden à 3 Minuten (bei den Frauen sogar nur 2 :-) schleppen und dann auf ein manipuliertes Punktrichter-Urteil hoffen können? Oder wer am meisten mit seinem Sport verdient hat? Das läßt sich gar nicht (mehr) feststellen, da die "Amateure" früherer Zeiten tunlichst vermieden, es an die große Glocke zu hängen (und selbst heute gibt es ja noch das Finanzamt, das nicht alles wissen muß :-), und die Inflation und die Werbeverträge und und und... Belassen wir es also bei dieser Reihenfolge.

[Sporthelden]

Edson Arantes do Nascimento ('Pelé') (Fußballer)

Cassius Clay ('Muhamad Ali') (Boxer)

Sonja Henie (Eiskunstläuferin)

René Lacoste (Tennisspieler)

Suzanne Lenglen (Tennisspielerin)

Helene Mayer (Fechterin)

J. C. ('Jesse') Owens (Leichtathlet)

Ferenc Puskás (Fußballer)

Georg ('Babe') Ruth (Baseballspieler)

Max Schmeling (Boxer)

Margaret Smith Court (Tennisspielerin)

Wa-Tho-Huk ('Jim Thorpe') (Leichtathlet)

Johnny Weissmuller (Schwimmer)


weiter zu Maler und andere 'Künstler'

zurück zu Musiker und Musikanten

heim zu Von der Wiege bis zur Bahre