Wladímir I. Uljanów ["Lenin"]

(22.03.1870 - 21.01.1924)

[Wladimir Iljitsch Lenin]
[Unterschrift]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammen gestellt von
Nikolas Dikigoros

1870
22. April: Wladimir Iljitsch Uljanow wird als viertes von sechs Kindern des Oberlehrers Ilja Nikolajewitsch Uljanow (1831-86) und dessen Ehefrau Marija Aleksandrowna, geb. Blank (1835-1916), in Simbirsk geboren. (Sein Großvater väterlicherseits, der Schneier Isaak Zederblum, war Jude, der sich nach seiner Konvertierung zum orthodoxen Christentum erst "Nikolaj Uljanin", dann "Nikolaj Uljanow" nannte; seine Großmutter väterlicherseits, Anna Uljanina, war Kalmükin; sein Großvater mütterlicherseits, Abel Shrul ["Alexander"] Blank, war deutscher Jude aus Wolhynien, seine Großmutter mütterlicherseits Anna, geb. Großschopf, Tochter eines aus Lübeck nach Sankt Peterburg eingewanderten jüdischen - nach anderen Quellen schwedischen - Kaufmanns.)


1874
Ilja Uljanow wird zum wirklichen Staatsrat befördert, zum Schulinspektor (Schulrat) ernannt und in den Adelsstand erhoben.

1879
Wladimir kommt auf das humanistische Gymnasium in Simbirsk; er gilt als Musterschüler. Einer seiner Lehrer ist Fëdor Kerenskij, der Vater des späteren Ministerpräsidenten.

[Lenin 1887]

1887
März: Wladimirs Bruder Aleksandr wird wegen Beteiligung an einem Attentat auf Tsar Aleksandr III verhaftet und zwei Monate später durch den Strang hingerichtet. Da im Tsarenreich - anders als später in der Sowjet-Union - keine Sippenhaft herrscht, bleibt Wladimir unbehelligt.
Juni: Wladimir legt die Reifeprüfung als Jahrgangsbester ab.
August: Wladimir nimmt ein Jura-Studium an der Universität Kazan auf.
Dezember: Wegen Beteiligung an Studentenunruhen wird Wladimir von der Universität gewiesen.
Seitdem lungert er herum und liest aus Langeweile marxistische Schriften.

1891
Wladimir erhält die Genehmigung, als "Externer" Universitätsprüfungen abzulegen.
Er besteht das Jura-Examen an der Universität Sankt Peterburg mit Auszeichnung.


1892
Wladimir wird Anwaltsassessor bei Rechtsanwalt Chardin in Samara.


1893
Wladimir wird Anwaltsassessor bei Rechtsanwalt Wolkenstein in Sankt Peterburg, wo er Kontakt zu revolutionären Elementen aufnimmt.


1894
Über Wolkenstein lernt Lenin die Studentin Nadjezhda Krupskaja (1869-1939) kennen.

1895
Oktober: Wladimir gründet zusammen mit Julij Martow (1873-1923), dem späteren Menschewikenführer, den "Kampfbund zur Befreiung der Arbeiterklasse".
Dezember: Wladimir wird verhaftet und ins Untersuchungsgefängnis eingewiesen (bis 1896).

1897
Februar: Wladimir wird auf drei Jahre nach Sibirien verbannt. Er verbringt diese Zeit in Schuschenskoje an der Lena - nach der er sich später "Lenin" nennt. Er verfaßt weiterhin revolutionäre Propagandaschriften.

1898
März: Lenin wird Mitglied der "Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Rußlands [SDAPR]".
22. Juli: Lenin heiratet die - ebenfalls nach Sibirien verbannte - Krupskaja. Die Ehe bleibt kinderlos.


1900
Juli: Wladimir unternimmt eine ausgedehnte Europa-Reise, die er später als "erste Emigration" bezeichnet. Stationen dieser Reise sind u.a. Wien, Zürich, Genf, Nürnberg, München (wo er die polnische Jüdin Rosa Luxemburg kennen lernt und die kommunistische Zeitung "Iskra" gründet), Stuttgart und das damals noch deutsche Prag. Hier benutzt er bereits den Decknamen "Lenin".

[Iskra]


1903
Auf dem zweiten Parteikongreß der SDAPR in London kann Lenin seine Konzeption einer kleinen Kaderpartei durchsetzen. In der Partei gibt es seitdem zwei Flügel: die von ihm geführten Bolschewiken und die Menschewiken unter Martow, die eine breite Massenbasis anstreben.

1905
Januar: In Sankt Peterburg bricht angesichts der Niederlagen im russisch-japanischen Krieg die Revolution aus.
Dezember: In der Endfase der revolutionären Streik- und Protestbewegung kehrt Lenin für kurze Zeit nach Rußland zurück und hetzt zum bedingungslosen Kampf gegen den Tsaren. Nach der Niederschlagung der Revolution geht er erneut ins Exil nach Frankreich.

1906
Februar: Lenin trifft in Finnland den Dichter Maksim Gorkij, der sich von ihm für die bolschewistische Idee einspannen läßt.

1907
April: Lenin - der in Deutschland, England und Frankreich stets auf großem Fuß gelebt hat - muß sich vor einem Parteigericht er SDAPR wegen Verschwendung von 60.000 Goldrubeln (nach heutiger Kaufkraft ca. 1 Mio Euro) verantworten. Das Loch in der Parteikasse wird durch "Enteignungen [Expropriationen]", d.h. Überfälle auf Banken und Geldtransporte, wieder aufgefüllt. Dabei verdient sich ein gewisser Iosif W. Dschugaschwili ("Stalin") seine ersten Sporen.

[Stalin]

1912
Januar: Lenin reist zur "Prager Konferenz" und spaltet die SDAPR, indem er eine eigenständige bolschewistische Partei gründet.
Mai: Die erste Ausgabe der von Lenin geleiteten neuen Parteizeitung "Prawda [Wahrheit]" erscheint.
Juni: Lenin übersiedelt von Paris nach Poronin bei Krakau (Galizien).
Lenin beruft Stalin in das Zentralkomitee (ZK) der bolschewistischen Partei.

1914
Januar: Lenin unternimmt Reisen nach Berlin, Leipzig, Lüttich, Brüssel und Paris, wo er jeweils Hetzreden hält.
8. August: Eine Woche nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wird Lenin von den österreichischen Behörden als vermeintlicher Spion kurz verhaftet und dann in die Schweiz abgeschoben ("zweites Exil"). Er läßt sich in Bern nieder, wo er Werke Hegels, Feuerbachs und Lassalles liest.
Auf den europäischen Kriegskonferenzen der linken Sozialisten kann er sich mit seiner Forderung einer "Umwandlung des Krieges in einen Bürgerkrieg" nicht durchsetzen. Er übersiedelt nach Zürich.

1916
Lenin entwickelt in "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus" die abstruse These von der "unvermeidlichen Selbstauflösung" der westlichen Industrie-Staaten.

1917
12. März: Nach Demonstrationen und Streiks der Munitionsarbeiter von Petrograd führt die "Februar"-Revolution (in Rußland gilt noch der alte Kalender) zum Sturz des Tsaren. Der in Dresden geborene neue Ministerpräsident Georgij Lwow spielt - allen anders lautenden Lippenbekenntnissen zum Trotz - mit dem Gedanken, Rußland aus dem Krieg zurück zu ziehen - was die Entente-Mächte wissen, nicht dagegen die Mittelmächte mit ihrem unfähigen Nachrichtendienst; sie glauben vielmehr, Lwow stürzen zu müssen, um einen Separatfrieden mit Rußland schließen zu können. Lenin und sein schweizer Helfer Fritz Platten nutzen diese Unwissenheit geschickt aus und erreichen, daß die deutsche Reichsleitung ihnen und 32 Begleitern die "exterritoriale" Durchfahrt in einem - angeblich - plombierten Eisenbahnzug gestattet.
9.-11. April: Lenins Gruppe reist von Zürich über Basel nach Saßnitz.
12.-14. April: Lenins Gruppe reist auf einem schwedischen Schiff von Saßnitz nach Trelleborg, von dort mit der Bahn über Malmö nach Stockholm.
15. April: Lenin überschreitet im finnischen Tornio (Torneå) mit britischer Hilfe* die schwedisch-russische Grenze.

[Wühlarbeit der Engländer in Schweden - Medaille von K. Goetz]

16. April: Lenin trifft in Petrograd ein. In seiner ersten Rede ruft er zur "sozialistischen Weltrevolution" auf.

[Genosse Lenin säubert die Welt von Unrat]

20. April: Die "Prawda" veröffentlicht Lenins - bereits im Zürich verfaßte - "Aprilthesen". Er fordert sofortige Beendigung des Krieges, Sturz der parlamentarischen Regierung Lwow, Einrichtung von Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräten ("alle Macht den Sowjets"), Abschaffung von Polizei, Militär und Beamtenschaft, Enteignung des Adels und des "Großgrundbesitzes", Verstaatlichung aller Banken, Produktionmittel und Produktionsstätten unter Kontrolle der Kommunistischen Partei.
1. Juli: Der neue Kriegsminister Aleksandr Kerenskij überredet Lwow zu einer letzten großen Offensive der russischen Truppen gegen die Mittelmächte. Die Bolschewiken - und andere oppositionelle Kräfte - reagieren mit dem so genannten "Juliaufstand". Sie erreichen damit den Rücktritt Lwows zugunsten Kerenskijs.
14. Juli: Kerenskij bricht die nach ihm benannte Offensive ab und schläg statt dessen den "Juliaufstand" nieder. Lenin - der mit Haftbefehl gesucht wird - flieht zurück nach Finnland.
7. November: Der von Lew Davidowitsch Trotski organisierte neuerliche Putsch bringt die Bolschewiken an die Macht; Lenin ruft die Räterepublik aus.

[Verhandlungen in Brest-Litowsk]

17. Dezember: Die Bolschewiken schließen in Brest-Litowsk einen Waffenstillstand mit den Mittelmächten. Zu Weihnachten schweigen die Waffen.

[Medaille von K. Goetz auf den Waffenstillstand]

1918
Aufbau eines diktatorischen Regierungssystems unter Führung der bolschewistischen Kaderpartei, oppositionelle Gruppen (auch die Menschewiken) werden radikal unterdrückt.
3. März: Gegen starke innerparteiliche Widerstände schließt Lenin mit dem Deutschen Reich den Frieden von Brest-Litowsk, der Rußland in Europa auf seine natürlichen Grenzen zurück wirft (die es seit 1991 wieder einnimmt, d.h. ohne Estland, Finnland, Lettland, Litauen, die Ukraïne und Weißrußland).

[Der Frieden von Brest-Litowsk]

August: Das Attentat einer nichtmarxistischen Sozialrevolutionärin auf Lenin mißlingt.

[Attentat auf Lenin - idealisierende Darstellung]

November: Lenin setzt einen groß angelegten Personenkult um sich und seine ideologischen "Vorbilder" - vor allem die deutschen Juden Karl Marx und Heinrich Heine** - in Gang, u.a. durch "MonuProp [Monumental-Propaganda]", d.h. Aufstellen von Denkmälern. An der Enthüllung des Heine-Denkmals in Petrograd - mit Pauken und Trompeten - nimmt er persönlich teil.

[Lenin bei der Einweihung des Denkmals auf Heinrich Heine in Petrograd, 17.11.1918]
1918-1920
Im russischen Bürgerkrieg setzt Lenin konsequent den neugegründeten Geheimdienst Tscheka und Militärgewalt zur Unterdrückung der "gegenrevolutionären" und "separatistischen" Kräfte ein. Weißrußland, die Ukraïne und der Kaukasus werden wieder annektiert. (Versuche kommunistischer Truppen, auch das Baltikum und Finnland für die Sowjet-Union zurück zu erobern, scheitern an deutschen Freikorps.)
Lenin schafft einen Überwachungsstaat, wie ihn George Orwell später in "1984" beschreibt, und nimmt die Rolle des "Big Brother" ein.

[Big Brother is Watching You]

1919
Mit der Gründung der "Kommunistischen Internationale [Komintern]" will Lenin die Revolution in Westeuropa vorbereiten.


1920
Lenin propagiert die Errichtung eines Stromnetzes mit den Worten: "Kommunismus - das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung".


(Wann immer die "Internationale" erklang, pflegte Dikigoros' Vater mitzusingen - freilich mit einem anderen, ironischen Text, der wohl in den 1920er Jahren unter Anti-Kommunisten entstanden war, und der wie folgt endete: "Die Internationale versorgt Berlin mit Strom" [statt "... erkämpft das Menschenrecht"] :-)

1920-21
Im Krieg gegen das von Frankreich unterstützte Polen verliert die Sowjet-Union Weißrußland und die West-Ukraïne (Galizien).

1921
Lenin läßt den Aufstand der Matrosen von Kronstadt gegen das Sowjet-Regime niederschlagen.
Angesichts der zunehmenden Notstände durch und Proteste gegen kommunistische Mißwirtschaft ruft Lenin die "neue Wirtschaftspolitik" zur Verbesserung der Versorgungslage und zur Anhebung des Lebensstandards aus.

1922
Mai: Lenin übersiedelt in den Moskauer Vorort Gorkij, wo er einen Schlaganfall erleidet. Er empfängt wiederholt Stalin, um ihn auf seine Nachfolge einzuschwören.
Oktober: Lenin kehrt nach Moskau zurück, nimmt jedoch nicht am Weltkongreß der Komintern in Petrograd teil.
16. Dezember: Lenin erleidet einen zweiten Schlaganfall.
24. Dezember: In einem Brief an den Parteitag der KPdSU (später als "politisches Testament" bezeichnet) empfiehlt Lenin die Genossen Stalin und Trotski als seine Nachfolger und warnt vor innerparteilichen Nachfolgekämpfen zwischen den beiden und zu starker Machtkonzentration bei einem einzelnen.

1923
9. März: Lenin erleidet einen dritten Schlaganfall; danach ist er kaum noch handlungsfähig.


1924
21. Januar: Wladimir Iljitsch Uljanow stirbt in Gorkij.
23.-27. Januar: Lenins Leiche wird nach Moskau überführt, einbalsamiert und auf dem Roten Platz aufgebahrt, wo ihm - gegen seinen letzten Willen - ein Mausoleum errichtet wird.


Lenins Politik wird von Stalin kongenial in seinem Sinne fortgeführt - eine Tatsache, die auch nach der "Entstalinisierung" der 1950er Jahre durch Chruschtschëw systematisch vertuscht wird. Der Heldenkult um seine Person wird fortgesetzt; Simbirsk wird in "Uljanowsk" umbenannt.


seit 1985
Mit dem Machtantritt von Michail Gorbatschëw beginnen sowjetische Historiker, die Rolle Lenins zu hinterfragen, insbesondere ob er eine Mitverantwortung für die später allein Stalin zugeschriebenen Verbrechen trug oder sogar der eigentliche Schöpfer des "Stalinismus" und damit einer der größten Verbrecher der Weltgeschichte war. In marxistischen Kreisen des Westens ruft diese Demontage Lenins helle Empörung ob solchen "Geschichts-Revisionismus" hervor; für sie bleibt Lenin ein Abgott, dem kein Zacken aus der roten Krone fallen darf, und sein Grab ein Pilgerziel für alle Gläubigen.


1988
Mai: Der Verleger Rudolf Augstein warnt in seinem roten Wochenblatt Der Spiegel vor einer "Freigabe der Vergangenheit", welche "den Sturz des gesamten Sowjetsystems mit sich bringen" könnte. Eine verantwortungsvolle Geschichtsschreibung dürfe sich nicht an der historischen Wahrheit orientieren, sondern müsse sich der Politik unterordnen. Die "Verantwortung für jedes über unsere Vergangenheit gesagte Wort" wachse.*** (Der Spiegel hatte kurz zuvor - getreu diesen Vorgaben - maßgeblich dazu beigetragen, daß die Ermordung des CDU-Politikers Uwe Barschel durch seine politischen Gegner der Öffentlichkeit als "Selbstmord" verkauft wurde.)

[Titel der Zeitschrift FREIHEIT]
Wer belügt das ganze Land? Der verantwortungsvolle Rudolf Augstein! Volk ohne Angst Bananen

1989
9. November: Infolge akuter Bananenknappheit in der DDR kommt es zum Fall der Berliner Mauer.


Als erster Teil des Sowjetsystems stürzt das SED-Regime in der DDR.


1990
Nachdem der Anschluß der DDR an die BRD ("Wiedervereinigung") beschlossene Sache ist, erklären die meisten nicht-russischen Sowjet-Republiken einseitig ihre Unabhängigkeit. Die UdSSR beginnt auseinander zu brechen.

1991
31. März: Die Staaten des Warschauer Pakts stellen ihre militärische Zusammenarbeit ein.
9. April: Die Sowjet-Union erkennt die Unabhängigkeit Georgiens an.
28. Juni: Der "Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe [RGW, COMECON]" wird aufgelöst.
1. Juli: Der Warschauer Pakt wird aufgelöst.
21. August: Die Sowjet-Union erkennt die Unabhängigkeit der baltischen Staaten an.
30. August: Die Sowjet-Union erkennt die Unabhängigkeit Aserbeidschans an.
21. September: Die Sowjet-Union erkennt die Unabhängigkeit Armeniens an.
8. Dezember: Der Rest der Sowjet-Union wird offiziell aufgelöst, d.h. Rußland, die Ukraïne und Weißrußland werden unabhängige Staaten.
Bald darauf beginnt auch die "Russische Föderation" zu bröckeln. Lenins Lebenswerk ist - was Rußland anbelangt - zerstört.


seit 2000
Im neuen Jahrtausend erleben Lenins Lehren zunächst in Südamerika eine unerwartete Renaissance. Nacheinander werden Brasilien, Chile, Venezuela und Bolivien kommunistisch.

2007
Januar: Nach der Machtergreifung der Kommunisten auch in Ecuador ernennt der Staatsratsvorsitzende "Präsident" Rafael Correa - der den "Marxismus-Lenininsmus" in "Bolivarismus-Alfarismus" umgetauft hat - ein Individuum zum "Vize-Präsidenten", dessen einzige Qualifikation für dieses Amt in seinem Namen besteht: Lenin Moreno.

2008
Das russische Fernsehen veranstaltet eine Umfrage nach den einflußreichsten**** Personen der russischen Geschichte. Lenin landet auf Platz 6.

2013
Februar: Nach der Machtergreifung des Marxisten Barack Hussein Obama wird der galizische Jude Johannes Kohn ("John Kerry") - der den Wahlkampf als "neuer Lenin" geführt hatte - Außenminister der "Obamanation" USA, deren Leitbild die einst auch von Lenin propagierte "New World Order [Neue Weltordnung]" wird.

[Lenin würde Kerry wählen - Wahlkampf in den USA] [Vorwärts in den Untergang!] [Lenin propagiert die neue Weltordnung]
Überraschendes Comeback im neuen Jahrtausend: Lenins politische Ideologie als Leitbild der Vereiniggerten Staaten von Amerika

2015
Oktober: Mit der Machtergreifung von Justin Trudeau wird auch Kanada kommunistisch. Damit ist ganz Nordamerika für den Marxismus-Leninismus gewonnen.
(Lediglich Rußland und einige andere rückständige Staaten [vornehmlich Ost-]Europas verharren noch im Neo-Kapitalismus :-)


*Britische Truppen hatten - ganz offiziell - den Grenzschutz zwischen Schweden und dem tsaristischen Großherzogtum Finnland übernommen. Der zwielichtige Canaris-Biograf Heinz Höhne behauptete 1985 ("Der Krieg im Dunkeln - Macht und Einfluß der deutschen und russischen Geheimdienste"), die Briten hätten dies tun "müssen", da nichts gegen Lenin vorgelegen habe; sie hätten dies aber nur äußerst widerwillig getan. Das ist lächerlich: Niemand hätte die Briten zwingen können, Lenin gegen ihren Willen nach Rußland einreisen zu lassen; sie hätten ihn vielmehr verhaften oder gleich liquidieren können.

**Lenin hat - wie so viele Linke (und Rechte :-) - Heine schlecht gelesen, sonst hätte er den Satz gekannt, den der letztere am 6. Januar - dem Tag des russisch-orthodoxen Weihnachtsfestes - 1841 in seinem Exil in Paris ("Lutetia") schrieb: "Der Triumph der Proletarier (...) [wäre] nur von kurzer Dauer und ein Unglück für die Menschheit, indem sie in ihrem blödsinnigen Gleichheitstaumel alles, was schön und erhaben auf dieser Erde ist, zerstören, und namentlich gegen Kunst und Wissenschaft ihre bilderstürmende Wut auslassen würden."

***DER SPIEGEL, Nr. 19/1988, S. 162 ("Rudolf Augstein über die Geschichtsrevision in der Sowjet-Union" [Letzter Satz ein Zitat von Ligatschow])

****Man beachte die Fragestellung, die sicher erheblich objektivere Antworten ermöglicht als die - in anderen Staaten übliche - alberne Frage nach den "besten" Personen einer Nation. In Dikigoros' persönlicher Rangliste würde Lenin sogar einen geteilten 4./5. Platz einnehmen.


Anhang: Good Bye, Lenin


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