*Das spricht sich "ßarkißján". Da Sarkisjan in der UdSSR geboren ist, folgt Dikigoros der russischen Schreibweise, und zwar in der Transkription, die er zu Sowjet-Zeiten auf der Schule gelernt hat.
Ihm ist bewußt, daß Andere das anders handhaben - wofür es gute Gründe geben mag -; aber an dieser Stelle kann er lediglich einige Alternativen kommentarlos aufzählen (in alfabetischer Reihenfolge):
- Sargsian
- Sargsjan
- Sargsyan
- Sarkisian
- Sarkissjan
Erschwerend (im Sinne von schwierig :-) kommt hinzu, daß seine Eltern nach herrschender Meinung gar nicht armenischer Abstammung waren, sondern iranischer. (Der Vorname seiner Mutter mag zwar dagegen sprechen; aber in Anbetracht seiner Gesichtszüge hält auch Dikigoros das für möglich.) Daher würde es nicht mehr Sinn machen, der armenischen Schreibweise zu folgen.
(PS: Einige schreiben auch seinen Vornamen mit "V" statt mit "W", mit "s" statt mit "z" und/oder mit "je" statt mit "e". Darüber ließe sich ebenfalls trefflich streiten - wozu Dikigoros indes keine Lust hat :-)
**"Im Einerlei des Alltags pflegen oft auch bedeutende Menschen unbedeutend zu erscheinen und kaum aber den Durchschnitt ihrer Umgebung herauszuragen; sobald jedoch eine Lage an sie herantritt, in der andere verzagen oder irre würden, wächst aus dem unscheinbaren Durchschnittskind die geniale Natur ersichtlich empor [...] Dies zu beobachten, hat man nirgends mehr Gelegenheit als im Kriege. Aus scheinbar harmlosen Kindern schießen plötzlich in Stunden der Not Helden empor von todesmutiger Entschlossenheit und eisiger Kühle der Überlegung [...] Der Hammerschlag des Schicksals, der den einen zu Boden wirft, schlägt bei dem anderen plötzlich auf Stahl [...] Wahre Genialität ist immer angeboren und niemals anerzogen oder gar angelernt."
(Adolf Hitler,
Mein Kampf, 1924)
Ihr wollt dieses Zitat bitte nicht mißverstehen, liebe Leser. Dikigoros hat es im Rahmen seiner tabellarischen Lebensläufe nur dieses eine Mal verwendet, da es ihn nicht grundsätzlich überzeugt. Angeborene Genialität alleine reicht nie aus - auch und gerade nicht im Krieg. Strategische Kriegsführung kann und muß man erlernen, egal ob man schon auf einer Kadettenanstalt dazu erzogen wird oder erst nachdem man zum Militärdienst einberufen worden ist. Aber die Guerilla-Kämpfe im Kaukasus hatten ihre eigenen Regeln - die konnte man nicht vom Schreibtisch eines Generalstabs aus führen, sondern nur persönlich "vorneweg". Sarkisjan konnte das, wo andere verzagten, wie kein anderer Armenier vor oder nach ihm, auch ohne einschlägige Ausbildung, und so etwas läßt sich in der Tat nicht erlernen. Gewiß, niemand ist unersetzlich, auch kein Genie, auch nicht im Krieg. Armeniens Tragödie war halt, daß es einen gleichwertigen Ersatz für Sarkisjan nicht - oder jedenfalls nicht rechtzeitig - fand.
***Was die Armenier im 1. Krieg um Nagornij Karabach geleistet haben, war die größte militärische Heldentat eines "Underdog" seit dem Sowjetisch-Finnischen Krieg von 1939/40, und der Waffenstillstand von Bischkek war die größte Eselei einer friedenssüchtigen politischen Führung, seit Hitler die Briten 1940 aus Dünkirchen entkommen ließ.
Dikigoros verkennnt keineswegs die Leistungen der Streitkräfte Israels im "7-Tage-Krieg" von 1967 und die Dummheit seiner Politiker, die dabei erzielten Gewinne ein paar Jahre später in Camp David ohne Gegenleistung aufzugeben, ebenso wenig die Leistungen der Afģānen in den Kriegen erst gegen die SU und dann gegen die USA oder die Dummheit der US-Regierung, Korea und Vietnam ohne Not im Stich zu lassen aufzugeben; aber eine Kombination aus so viel Heldenmut Tapferkeit "against all odds" und so viel Dummheit, wie sie die Armenier in diesem Krieg gezeigt haben, ist in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts einmalig.
****Die Motive der Täter sind unklar; im Mordprozeß sagten sie aus, daß sie einen "Diktator" beseitigen wollten, zu dem Sarkisjan geworden sei. Letzteres mag ja sein; aber hier zeigt sich einmal mehr, daß es gute und schlechte "Diktatoren" gibt. Dikigoros fragt sich [...]
Der Unterschied besteht doch darin, daß ersterer eine Diktatur für das Volk ausübte, während letztere eine Diktatur gegen das Volk ausüben. Was die Armenier an Sarkisjan hatten bzw. verloren hatten, sollte auch der letzte Zeitgenosse spätestens nach der Niederlage im 2. Krieg um Nagornij Karabach in neuen Jahrtausend merken. Vielleicht war seine fehlende militärische Ausbildung sogar von Vorteil, denn Berufssoldaten lernen fast immer nur, den letzten Krieg noch einmal zu führen. Die Entwicklung neuartiger, per Fernbedienung gesteuerter, unbemannter Flugkörper ("Drohnen"), die den Armeniern in jenem Krieg zum Verhängnis wurden, hätte ein Sarkisjan bestimmt nicht verschlafen. Seine Epigonen hatten sich blind darauf verlassen, keine Luftabwehr zu brauchen, denn in einer solchen Berglandschaft konnte ja kein Flugzeug zielgenau operieren - und auch Hubschrauber nur sehr begrenzt. Aber die kleinen Drohnen, die Israel, die Türkei und der Iran den Azeris lieferten - Juden, sunnitische und schiïtische Muslime [un]friedlich vereint gegen die Christen - konnten; und die besiegelten ihr Schicksal.
![[Bilanz des Drohnenkriegs]](karabach2dronen.jpg)
*****Eine erst 1994 gestiftete Auszeichnung, die bis dahin hauptsächlich posthum an Gefallene des 1. Krieges um Nagornij-Karabach vergeben wurde. Sarkisjan und Demirtschian sind bereits der 11. und 12. Träger jenes Ehrentitels. Nach ihnen wurden zwei Jahrzehnte lang nur noch ausländische "Wohltäter" armenischer Abstammung zu "Helden des Vaterlands" ernannt, die dafür namhafte Summen springen ließen (u.a. der Franzose
Charles Aznavour).
Erst ab 2020 sollten wieder Militärs geehrt werden - makabrer Weise durchweg solche, die den 2. Krieg um Nagornij Karabach vermasselt verloren hatten.
PS: Dikigoros will nicht cynisch sein; aber in diesem Fall ist relativieren vergleichen doch (noch) nicht strafbar - oder? Kürzlich fiel ihm zufällig eine Ausgabe des panarmenian.net - einer armenischen Webseite auf Englisch - vom Oktober 2020 in die Finger. Da standen drei Artikel relativierend nahe bei einander:
- "Todeszahlen in Karabach nach azerischem Drohnenangriff steigen auf 19" (das waren die Tagesverluste)
- "Armenien registriert 23 Covid-Todesfälle unter Geimpften" (dto)
- "Wie die polnische Botschaft in Eriwan [erst jetzt] offen legt ("reveals") hat Polen Armenien 201.640 Dosen
AstraZeneca-Impfstoff geschenkt" (ist das nicht nett?)
Muß Dikigoros 2+2 zusammen zählen, oder kommt Ihr selber drauf? Na klar - also braucht er nur noch ein paar Schlußbemerkungen anzufügen:
- Die Zahl der "Impf"-Toten war - jedenfalls an jenem Tag - höher als die der Kriegstoten.
- Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft - große Geschenke sind eher verdächtig. Frei übersetzt ins Lateinische: "Timeo Polacos - et dona ferentes!"
- Leider steht zu befürchten, daß die Todesrate unter mit AstraZeneca (u.a. Anti-Covid-"Impf"-Stoffen) gespritzten Opfern langfristig bei 100% liegt. Der Krieg um Berg-Karabach hat nur ein paar tausend Tote gekostet, denn die meisten Einwohner konnten rechtzeitig fliehen; aber die unter dem
Vorwand
der so genannten
"Corona-Pandemie"
ergriffenen Maßnahmen unfähiger, korrupter oder sonstwie krimineller Politiker werden allein in Armenien hunderttausende Menschen das Leben kosten, und weltweit mehrere Milliarden - das ist so sicher wie das
Amen in der Kirche Allahu akbar in der Moschee, denn das ist von
den jüdischen Machern
so gewollt.
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