Werner Mölders

(1913 - 1941)

[Werner Mölders]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1913
18. März: Werner Mölders wird als drittes von vier Kindern des Studienrats Victor Mölders und seiner Ehefrau Annemarie in Gelsenkirchen geboren.


1914-1918
Erster Weltkrieg.

1915
März: Mölders Vater fällt als Leutnant d.R. in Frankreich; er wächst bei seinen Großeltern mütterlicherseits in Brandenburg/Havel auf. Er wird Mitglied des katholischen Neudeutschlandbundes.


1924
Mölders beschließt, Flieger zu werden; zu einer Zeit, da den Deutschen durch das Diktat von Versailles der Motorflug - seit dem Londoner Ultimatum von 1921* auch im zivilen Bereich - verboten ist, scheint dies ein aussichtsloser Berufswunsch zu sein.

1931
April: Nach dem Abitur tritt Mölders in die Reichswehr ein. Er wird zunächst in Allenstein, Dresden und Königsberg als Infanterist ausgebildet. Als praktizierender Katholik gilt er vielen seiner Vorgesetzten und Kameraden als suspekt und wird entsprechend schikaniert und geschnitten. Dies ändert sich erst mit der

1933
30. Januar: Berufung des Katholiken Adolf Hitler zum Kanzler einer "Koalition der Nationalen Einheit".
Juni: Mölders wird zum Fähnrich befördert und an die Pionierschule München abkommandiert.

1934
Februar: Nachdem das Reichswehr-Ministerium unter den Generälen v. Blomberg und v. Reichenau das bereits von allen "Weimarer" Regierungen geplante Abschütteln der "Fesseln von Versailles" in Angriff nimmt - u.a. durch Aufbau einer Luftwaffe - läßt sich Mölders zur Fliegerschule Cottbus versetzen und zum Piloten ("Flugzeugführer") ausbilden.
März: Mölders wird zum Leutnant befördert.
August: Mölders nimmt an der Begräbnisfeier für den Reichspräsidenten Paul v. Hindenburg am Tannenbergdenkmal teil.


1935
März: Nach Wiederherstellung der deutschen Wehrhoheit (Aufhebung der Beschränkung des Heeres auf 100.000 Mann, Wiedereinführung der allgemeinen Wehrdienstpflicht) wird Mölders in die nunmehr auch offiziell neu entstandene Luftwaffe übernommen.


April: Mölders nimmt an der Luftparade anläßlich der Hochzeit des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Hermann Göring, teil.

1936
April: Mölders wird zum Oberleutnant befördert und einem Sturzkampfbomber-(damals noch "Stubo"-, später "Stuka"-)Geschwader zugewiesen.

1937
März: Mölders wird als Staffelkapitän zum Jagdgeschwader 334 nach Wiesbaden versetzt; er meldet sich freiwillig zur "Legion Condor", die im Spanischen Bürgerkrieg die Truppen Francos unterstützt.

1938
Mai: Mölders wird als Führer der 3. Jagdstaffel der L.C. nach Spanien abkommandiert; er löst dort Adolf Galland ab.


Oktober: Mölders wird zum Hauptmann befördert.


Dezember: Nach der siegreichen Ebro-Schlacht, die den Bürgerkrieg entscheidet, kehrt Mölders nach Deutschland zurück.

1939
März: Mölders wird als Führer der 1. Staffel des Jagdgeschwaders 53 nach Wiesbaden versetzt.


Juni: Mölders wird als dem erfolgreichsten Jagdflieger des nunmehr beendeten Bürgerkriegs (14 Luftsiege) das Spanien-Kreuz in Gold mit Schwertern und Brillanten verliehen.**


September: Großbritannien und Frankreich nehmen den Beginn des Polenfeldzugs zum Anlaß, dem Deutschen Reich den Krieg zu erklären (nicht aber der Sowjetunion, als auch die Rote Armee infolge des "Hitler-Stalin-Pakts" in Polen einmarschiert), der sich bald zum Zweiten Weltkrieg ausweitet.
Mölders wird zunächst an der Westfront eingesetzt; noch im selben Monat wird ihm das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen.

1940
April: Mölders wird das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen.
Mai: Mölders wird als erstem Jagdflieger das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.
Juni: Mölders wird über Frankreich abgeschossen und gerät bis zur französischen Kapitulation in Kriegsgefangenschaft.
Juli: Mölders wird zum Major befördert und zum Kommodore des Jagdgeschwaders 51 ernannt, das an der Luftschlacht um England teilnimmt.


August: Mölders wird das Flugzeugführerabzeichen in Gold mit Brillanten verliehen.
September: Mölders wird nach 40 Luftsiegen das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen.
Er wird - wie andere populäre Soldaten - von Wolfgang Willrich portraitiert, der dafür nach dem Krieg als "Nazi-Maler" übel angefeindet wird.


Oktober: Mölders wird zum Oberstleutnant befördert.

1941
Juni: Mölders' Geschwader wird an die Ostfront verlegt. Unmittelbar nach Beginn des Rußlandfeldzugs wird ihm das Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern verliehen.
Juli: Mölders wird nach dem 100. Luftsieg als erstem deutschen Soldaten das Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisenen Kreuzes verliehen; er wird zum Oberst befödert.
August: Mölders wird zum "General der Jagdflieger" (kein Dienstgrad, sondern Dienststellung***) ernannt.
Die Mölders-Biografie von Fritz v. Forell erscheint.


September: Mölders heiratet Luise Baldauf, geb. Thurner. (Aus der Ehe geht eine Tochter hervor.)


Oktober: Mölders nimmt trotz offiziellen Flugverbots an der Schlacht um die Krim teil.
17. November: Generalluftzeugmeister Ernst Udet, der Totengräber der deutschen Luftwaffe, begeht Selbstmord.
(Nach dem Krieg wird die Legende verbreitet, er habe dies u.a. aus Trauer um den verunglückten Mölders getan - obwohl dieser damals noch am Leben war.)
22. November: Auf dem Flug von Lemberg nach Berlin - zum Begräbnis Udets - verunglückt Werner Mölders bei einer mißglückten Zwischenlandung in Breslau-Gandau tödlich.


28. November: Mölders erhält ein Staatsbegräbnis und wird auf dem Berliner Invalidenfriedhof - direkt neben Udet - beigesetzt.
(Das Grab wird später vom SED-Regime zerstört.)


1942
Die britische Propaganda fälscht einen angeblichen Brief Mölders' an seinen Pfarrer Erich Klawitter, der suggerieren soll, daß er als gläubiger Katholik die National-Sozialisten als "Gottlose" abgelehnt habe und deshalb von diesen "verunfallt" worden sei. Von gewissen Elementen in der Kirche wird dieses Machwerk begierig aufgegriffen und sogar von den Kanzeln verlesen; auch der verkalkte alte Feldmarschall a. D. Mackensen gibt sich gutgläubig für die Verbreitung des "Möldersbriefes" her.

* * * * *

1962
Das Buch "Die Deutschen und ich" von Sefton Delmer, in dem dieser einräumt, den "Möldersbrief" 20 Jahre zuvor gefälscht zu haben****, darf in deutscher Übersetzung in der BRD erscheinen.
(Bis dahin stand bei deren politischer Justiz die Leugnung der "Echtheit" des Briefes der Leugnung des "Holocaust" gleich.)

[Sefton Delmer]

1968
April: Unter Verteidigungsminister Leber (SPD) wird ein Lenkwaffenzerstörer der Bundesmarine nach Mölders benannt.


1972
November: Die Kaserne des Fernmelderegiments 34 in Visselhövede wird nach Mölders benannt, an deren Eingang als Ersatz für das zerstörte Grab in Ostberlin ein Gedenkstein aufgestellt wird.

1973
22. November: An Mölders' 22. Todestag wird unter Verteidigungsminister Apel (SPD) das Jagdgeschwader 74 der Bundeswehr nach ihm benannt.


1976
Die überarbeitete Mölders-Biografie von Fritz v. Forell erscheint in Deutschland ("Flug zur Sonne" - in Anspielung auf das Schicksal des Ikarus) und Frankreich ("L'as des as [Das As der Asse]").


1998
Nach der Machtergreifung der rot-grünen Koalition unter Kanzler Schröder (SPD) ist eine der ersten Amtshandlungen der Abgeordneten der BRDDR-Parteien ("Bundestag") eine Resolution, wonach alle ehemaligen Angehörigen der "Legion Condor" - also auch Mölders - wegen des Luftangriffs auf kommunistische Truppen-Konzentrationen im baskischen Guernica künftig als "Kriegsverbrecher" anzusehen und ihr Andenken auszulöschen sei.

2002
November: Der Zerstörer "Mölders" wird außer Dienst gestellt und zunächst in der Kieler Förde belassen.

2005
Januar: Unter dem Wehrdienst-Verweigerer und "Verteidigungs-Minister" Struck (der Angriffskriege in aller Welt - vom Balkan über das Horn von Afrika bis zum Hindukusch - als "Friedenseinsätze zur Verteidigung der BRD" bezeichnet) wird verfügt, daß der Name Mölders von allen Einrichtungen der Bundeswehr getilgt werden muß; selbst "kriegsverbrecherische" Kaffeelöffel und Servietten im Offizierscasino, die seinen Namenszug tragen, sind restlos zu vernichten.
Die Kaserne in Visselhövede wird umbenannt in "Kaserne Lehnsheide"; der Gedenkstein am Eingang wird zerstört.
Auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck wird der Name "Mölders-Straße" verboten. {daraufhin beschließt die Kommandantur, Straßennamen ganz abzuschaffen und sich nur noch an Blocknummern zu orientieren :-)
Jegliche Proteste oder auch nur Diskussion der Struck-Verfügung - die Mölders' Witwe per Einschreiben zugestellt wird - werden bei Strafe verboten; ein schöner Beleg für den Zustand der Demokratie in der BRDDR im allgemeinen und in der Bundeswehr im besonderen.*****
(Kommentar in einem Internet-Forum: "Wenn das so weiter geht, werden die Berlin bald in New Istanbul umbenennen, mit der Begründung, daß Berlin doch die Hauptstadt der bösen Nazis geheißen habe." Kommentar des zuständigen Generals der Luftwaffe: "Hierzu halte ich fest, daß es uns als Teil der Exekutiefe [sic!] nicht zusteht, Entscheidungen des deutschen Bundestages, wie immer diese auch entstanden und ausgefallen sind, in Frage zu stellen. Ich möchte das in aller Deutlichkeit hier sagen, denn dieser Grundsatz schließt alle weiteren Diskussionen im dienstlichen Bereich über das Zustandekommen dieses Entscheids aus." Einen solchen Maulkorb hätte sich im "Dritten Reich" wohl kein General der Luftwaffe anlegen lassen; für eine solche Einstellung, wie sie der Bw-General bei dieser Gelegenheit an den Tag legte, wurden vom inter-alliierten Kriegsverbrecher-Tribunal in Nürnberg deutsche Generäle - mit Recht - zum Tode verurteilt und hingerichtet.)
Die ethnische ideologische "Säuberung" wird bis März abgeschlossen.

[Struck]

In einem nachträglich angefertigten - aber auf den "30.06.2004" zurück datierten - Gutachten willfähriger Möchtegern-"Historiker"****** vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam (Federführung: Oberstleutnant Dr. Wolfgang Schmidt) wird festgestellt, daß Mölders "tadelloser dienstlicher Lebenslauf" als "guter Flieger und Menschenführer" gegen "grundlegende Prinzipien der Inneren Führung" der Bundeswehr verstoße - dieser entsprechen nur noch Widerstandskämpfer, Deserteure und andere verdiente Feinde Deutschlands.*******
Juni: Das - 1998 gegen erhebliche staatliche Widerstände gegründete - Deutsche Marinemuseum in Wilhelmshaven erwirbt den Zerstörer "Mölders" als Ausstellungsstück. Es avanciert danach - obwohl es mangels öffentlicher Zuschüsse hohe Eintrittsgelder erheben muß - zu einem der meist besuchten Museen der BRDDR.

2006
26. November: Fascistoïde Elemente - ehemalige Angehörige der Bundesmarine - gründen unter Mißachtung des demokratisch-gutmenschlichen Bundestags-Beschlusses eine "Bordgemeinschaft Zerstörer Mölders"********.


2008
Hermann Hagena veröffentlicht "Jagdflieger Werner Mölders". Das Buch, das sich neben dem schäbigen Verhalten des BRDDR-Regimes auch eingehend mit der Guernica-Lüge befaßt, trägt den Untertitel "Die Würde des Menschen reicht über den Tod hinaus".
(Bei der Neuauflage 2018 muß nicht nur das Titelbild - das Mölders in einer "Nazi-Uniform" zeigte - geändert werden, sondern auch der Untertitel, da das Berliner Untermenschen-Regime die Geltendmachung von Menschenwürde als Gedankenverbrechen betrachtet.)

[Buchdeckel 2008] [Neuauflage 2018]

2009
Nachdem der letzte überlebende Angehörige der "Legion Condor" verstorben ist, verfügt "Verteidigungs-Ministerin" Ursula von der Leyen - bekannt durch ihr bahnbrechendes Projekt, Kampfpanzer so umzurüsten, daß auch bis zum 8. Monat schwangere Soldatinnen bequem darin Platz finden -, daß künftig für alle ehemaligen Offiziere der Wehrmacht, die nicht nachweislich Deserteure, Verräter oder "Widerstandskämpfer" waren, die unwiderlegbare Vermutung zu gelten habe, daß sie "Nazi-Offiziere" und "Kriegsverbrecher" waren und daß ihr Andenken auszulöschen sei. Prominentestes Opfer dieser Verfügung wird der erfolgreichste Nachtjagdflieger des Zweiten Weltkriegs, Helmut Lent {1918-1944}.*********

[Helmut Lent]

2015
Die Stadt Visselhövede erwirbt die ehemalige Mölders-Kaserne und wandelt sie - zur großen Freude der Untertanen Bürger - in eine Unterkunft für Rapefugees "Flüchtlinge" um, die seit dem Sommer zu Millionen Europa überfluten die Einladung der BRDDR-Kanzlerin Sarah Sauer annehmen, sich in Europa, insbesondere in Mitteleuropa, niederzulassen, um dort ihrer Lieblingsbeschäftigung nachzugehen.



*Das Londoner Ultimatum vom Mai 1921 wird von Schmalspur-Historikern oft nur unter dem Aspekt der Reparations-Zahlungen gesehen (deren Höhe 1919 in Versailles noch nicht genau beziffert worden war). Das greift jedoch viel zu kurz. Nach dem Verbot von Militärflugzeugen durch das Diktat von Versailles hatte Deutschland 1919-21 die besten zivilen Verkehrsflugzeuge der Welt entwickelt und zu bauen begonnen. Mit deren Verkauf ins Ausland und den Einnahmen aus dem internationalen Luftverkehr hätte es die festgesetzten 3 Milliarden Goldmark p.a. problemlos aufbringen können. Deutschland wäre so die Hyper-Inflation - und vieles mehr - erspart geblieben. (Bis zum Mai 1921 hatte die Geldentwertung im Reich kaum über der in den anderen Staaten gelegen - ausgenommen der Sonderfall USA; aber den Kurs des US-$ zum alleinigen Maßstab zu nehmen, wie das meist geschieht, ist irreführend; so hatte z.B. auch Großbritannien 1920 den Edelmetallgehalt seiner Münzen halbiert.) Den Entente-Mächten lag jedoch in erster Linie nicht an den Reparationen, sondern vielmehr daran, Deutschland wirtschaftlich zu ruinieren - dafür waren sie schließlich in den Krieg gezogen. Zu diesem Zweck beraubten sie 1919 Deutschland aller (d.h. auch der zivilen) Schiffe und Flugzeuge, fast aller Eisenbahnen und Kraftfahrzeuge und selbst der meisten Zugtiere (Pferde und Ochsen), ferner aller internationalen Patente. Doch dies war nicht ausreichend gewesen: Deutschland hatte noch immer ein großes industrielles Potentiel, vor allem wegen seiner Innovationskraft, d.h. dem Einfallsreichtum seiner Menschen. Durch den (bereits vor dem Krieg) hauptsächlich von Deutschland getragenen technischen Fortschritt veralteten die geraubten Güter sehr schnell, und auch die meisten Patente wurden durch neue Erfindungen rasch obsolet. Besonders rasant entwickelte sich der Flugzeugbau. Daher verboten die Entente-Mächte Deutschland nunmehr Bau und Betrieb jeglicher - auch ziviler - Motorflugzeuge, die höher als 4.000 m steigen, schneller als 170 km/h fliegen oder mehr als 600 kg Nutzlast tragen konnten, woraufhin die meisten deutschen Flugzeugbauer und Flugtransportunternehmen wie beabsichtigt in Konkurs gingen. Die Entente-Mächte hielten an diesem Verbot auch noch nach Abschluß des Locarno-Pakts von 1925 fest. Das Reich reagierte mit einer Sperrung des deutschen Luftraums für alle Maschinen, die jene festgesetzten Werte überschritten, so daß auch die internationalen Flugverbindungen der Feindstaaten empfindlich gestört wurden. Als das Reich im April 1926 überdies einen Freundschaftsvertrag mit der Sowjet-Union schloß, der es ihm ermöglichte, deutsche Flugzeuge in der UdSSR zu bauen und zu erproben, hoben die Entente-Mächte das Verbot im Mai 1926 zähneknirschend auf.

**Das "Spanienkreuz" war an sich ein Allerweltsorden in mehreren Klassen, der buchstäblich jedem Mitglied der "Legion Condor" verliehen wurde, incl. des nicht-kämpfenden Bodenpersonals. Die "Sonderklasse" in Gold mit Schwertern und Brillanten wurde allerdings nur 28 mal verliehen - davon dreimal posthum -; fast alle Exemplare wurden 1945 von den alliierten BesatzernBefreiern geraubtenteignet; höchstvorsorglich verbot das BRD-Regime denjenigen, die den Orden wider Erwarten vor den "Befreiern" gerettet unterschlagen haben sollten, 1957 per Gesetz das Tragen - anders als bei anderen "Nazi-Orden", von denen lediglich das Hakenkreuz entfernt werden mußte. Das Mölders verliehene Exemplar tauchte 2012 wieder auf und wurde im Auktionshaus Hermann Historica versteigert. Es erzielte - bei einem Ausrufpreis von 35.000.- Euro - sage und schreibe 115.000.- Euro.

***Auch der "General der Kampfflieger", Werner Baumbach (1916-1953), war Oberst, der "General der Schlachtflieger", Ernst Kupfer (1907-1943), sogar nur Oberstleutnant. Beide starben - wie Mölders - bei einem idiotischen wetterbedingten Flugzeugabsturz ohne Feindeinwirkung und sind heute so gut wie vergessen. (Kupfer wurde posthum - 5 Monate später, ein Unicum - zum Oberst befördert, damit seine Frau - die Pilotin war und ihn überredet hatte, von der Kavallerie zur Luftwaffe zu wechseln - eine höhere Witwen-Pension bekam :-)

****Delmer war auch der Erfinder des so genannten "Malmedy-Massakers": Die Soldaten einer Waffen-SS-Einheit, die angeblich 1944 bei Malmedy 200 US-amerikanische Kriegsgefangene ermordet hatten, wurden - nach bestialisch erfolterten falschen Geständnissen - von interalliierten Tribunal der Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt. Als ein Untersuchungs-Ausschuß des US-Senats feststellte, daß jenes Massaker frei erfunden war, wurden die "Urteile" kurz vor der Vollstreckung kassiert. Gleichwohl wird jene Propaganda-Lüge auf gewissen Internetseiten bis heute weiter breit getreten - während die Ermordung von Millionen deutscher Kriegsgefangener noch nach Kriegsende in alliierten Lagern beharrlich tot geschwiegen oder bestritten wird. Der Kommandeur jener Einheit, Oberst a.D. Peiper, wurde 1976 in Frankreich - am 14. Juli, dem Nationalfeiertag, an dem des Sturms auf die Bastille gedacht wird - ungestraft ermordet. (Präsident Giscard d'Estaing ließ seinen Justiz-Minister verfügen, daß eine Strafverfolgung der Mörder nicht statt zu finden habe.)

*****Böse Zungen weisen auf die merkwürdige Diskrepanz hin, die zwischen dem regierungsamtlichen Andenken an Mölders und dem an den Boxer Max Schmeling besteht, der just in jenen Tagen verstorben ist und als "guter Demokrat" und "innerer Widerstandskämpfer" gefeiert wird, wiewohl er dem NS-Regime zweifellos näher stand als Mölders.

******Echte Historiker aus der Zeit, als das MgFA noch in Freiburg residierte, wie Horst Boog, sind längst nicht mehr dabei.

*******Damit muß die Geschichte der Bundeswehr in großen Teilen neu geschrieben werden. Fast alle Jagdflieger, die den Krieg und die Gefangenschaft überlebt hatten, wurden in den 1950er Jahren in die Luftwaffe übernommen, darunter die drei erfolgreichsten - die also am meisten für "Nazi-Deutschland" geleistet hatten -, nämlich Erich Hartmann, Gerhard Barkhorn und Günther Rall, aber auch Walter Krupinski, Johannes Steinhoff und Dietrich Hrabak, die ebenfalls mehr Luftsiege aufzuweisen hatten als Mölders. Sie erreichten - außer Hartmann, der als erfolgreichster Jagdflieger beider Weltkriege "nur" Oberst werden durfte - durchweg Bw-Generalsränge; Steinhoff wurde sogar Inspekteur der Luftwaffe. All das darf nun nicht mehr gewesen sein; sie müssen also aus den Bw-Annalen getilgt werden. Zu diesem Zweck wird man alle Bw-Einheiten, in denen sie jemals gedient haben, entweder umbenennen oder auflösen und irgendwann ganz aus den Geschichtsbüchern streichen.

********Dikigoros zweifelt, ob dieser neue Link viel länger Bestand haben wird als der alte. In der BRDDR werden Webseiten, denen man zwar juristisch partout nichts anhängen kann, die aber dennoch politisch unerwünschtunkorrekt sind, durch von der Regierung besoldete Hacker unzugänglich gemacht. Man erkennt dies daran, daß statt der eingegebenen URL "http://www...de" eine URL "http://ww8...de" auftaucht und ins Leere führt. Das gilt auch für einige andere vorzügliche Seiten, die Dikigoros früher verlinkt hatte, wie Rußlandfeldzug und Alfredo Stroessner. Dies ist einer der Gründe, weshalb Dikigoros darauf verzichtet, seine eigenen Seiten unter einer "http://www...de"-URL zu hosten.

*********Lent - wie Mölders Träger der Brillanten zum Ritterkreuz und bereits 8 Jahre vor ihm Namensgeber einer Bundeswehr-Kaserne in Rotenburg geworden - war schon längst "überfällig". Schließlich hatte er das unverzeihliche Verbrechen begangen, Besatzungen alliierter Bomber zu töten ermorden und sie damit an der Ausübung ihres hochherzigen Tuns zu hindern, Millionen deutsche Zivilisten - vor allem Frauen und Kinder - von ihrem Nazi-Leben zu befreien. Leider gab es noch immer einige unverbesserliche Ewig-gestrige, die diese Verfügung zu sabotieren suchten, u.a. den Rat der Stadt Rotenburg, der die Bundeswehr bat, den Namen "Lent-Kaserne" beizubehalten. Daraufhin geschah folgendes:


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