DER GLÜCKLICHE WIDDER

Félix Houphouët-Boigny

(1905 - 1993)

[Félix Houphouet-Boigny]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1905*
18. Oktober: Dia Houphouët wird als drittes von vier Kindern (und ältester Sohn) von N'Doli Houphouët und N'Dri Kan in N'Gokro (einem Vorort von Yamoussoukro, Elfenbeinküste) geboren. Sein Vater betreibt eine Kautschuk-Plantage; seine Mutter ist die Tochter eines lokalen Häuptlings.
Die Elfenbeinküste - nebst Hinterland - ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts französisches "Protektorat", seit 1893 offiziell "Kolonie", seit 1904 Bestandteil von Französisch-Westafrika (AOF). Aufstände und Kolonialkriege sind an der Tagesordnung.


1910
Dia erbt von seinem Onkel mütterlicherseits die Häuptlingswürde des Akouè-Stammes. (In der Kolonie leben ca. 60 verschiedene Völker und Stämme.)

1911-1915
Dia besucht eine französische Grundschule in Bonzi.

1915
Dia kommt auf eine französische Oberschule in Bingerville.
Er wird katholischer Christ und auf den Namen "Félix [der Glückliche]" getauft.

1918
Nach dem Ersten Weltkrieg gelingt es Frankreich, die Elfenbeinküste vorübergehend zu "befrieden".

1919-1921
Houphouët absolviert die École William Ponty, ein Seminar für Grundschullehrer.

1921-1925
Houphouët absolviert die École de médecine de l'AOF, eine Hochschule für angehende Ärzte.

1925-1934
Houphouët arbeitet als Assistenz-Arzt an Krankenhäusern in Abidjan - seit 1933 Hauptstadt -, Guiglo und Abengourou.

1930
Houphouët heiratet die Senegalesin Kady Racine Sow, die vom Islam zum katholischen Christentum übertritt und auf den Namen "Marie-Thérèse" getauft wird. (Aus der Ehe gehen fünf Kinder hervor.)

1933
Houphouët verzichtet zugunsten seines jüngeren Bruders auf die Häuptlingswürde des Akouè-Stammes.

1934-1940
Houphouët arbeitet an Krankenhäusern in Dimbokro und Toumodi.

1939
Nach dem Tode seines Bruders übernimmt Houphouët erneut die Häuptlingswürde, die inzwischen von der Kolonial-Verwaltung aufgewertet worden ist; er darf sich jetzt "Kantons-Chef von Akouè" nennen.
September: Auf Anstiften Großbritanniens erklärt Frankreich dem Deutschen Reich unter fadenscheinigem Vorwand den Krieg und setzt damit wie ersteres ohne Not leichtfertig sein Kolonialreich aufs Spiel.

1940
Juni: Nach der Niederlage Frankreichs gegen Deutschland geht ein Riß durch seine afrikanischen Kolonien: Französisch-West-Afrika bleibt der Regierung unter Marschall Pétain treu, während sich das benachbarte Französisch-Äquatorial-Afrika auf die Seite des Rebellen-Generals de Gaulle schlägt, der den Krieg von Großbritannien aus fortsetzt.
Houphouët gibt den Arztberuf auf und übernimmt statt dessen die Familien-Plantage, die er mit bemerkenswertem Erfolg führt, indem er sie um Kaffee und Kakao diversifiziert. Seine breit gefächerte Bildung, Berufserfahrung und wirtschaftliche Tüchtigkeit unterscheiden ihn von allen anderen schwarzafrikanischen Politikern in spe.

1943
Gaullistische Truppen erobern die Elfenbeinküste.

1944
Januar: De Gaulle gesteht seinen afrikanischen Kolonien für die Nachkriegszeit das Recht auf Vertretung in der französischen Nationalversammlung zu, ferner das Recht auf begrenzte Selbstverwaltung ("Autonomie") und das Recht, Gewerkschaften zu gründen und zu streiken; als Gouverneur der Elfenbeinküste setzt er den Kommunisten Orselli ein.
Daraufhin gründet Houphouët sofort das "Afrikanische Landwirtschafts-Syndikat", mit dem er höhere Abnahmepreise für Kaffee und Kakao durchsetzt.

1945
Houphouët kandidiert für die französische Nationalversammlung. Für den Wahlkampf legt er sich den Beinamen "Boigny [Bock, Widder]"** zu, den er fortan zusammen mit seinem Geburtsnamen führt. Er wird mit großer Mehrheit gewählt.


1946
Houphouët-Boigny gründet die "Demokratische Partei der Elfenbeinküste [PDCI]", die er wenig später zur "Afrikanischen demokratischen Sammlungsbewegung [RDA]" erweitert.

1947
Houphouët-Boigny unterstützt landesweite Streiks gegen die französische Kolonial-Verwaltung.

1948
Nach dem Ausscheiden der Kommunisten aus der französischen Regierung wird Orselli abgelöst.

1949
Der neue Gouverneur Péchoux verbietet die RDA - die als "kommunistisch" gilt - und versucht, die Streiks mit Gewalt zu brechen.

1950
Houphouët geht nach Frankreich und arrangiert sich mit der regierenden Sozialistischen Partei (PSF), deren Kolonial-MinisterÜbersee-Minister ein gewisser François Mitterrand ist. Péchoux wird abgelöst, die RDA wieder zugelassen; sie bildet eine gemeinsame Liste mit der PSF.

1951
Bei den Wahlen in der Elfenbeinküste erleidet die RDA eine vernichtende Niederlage. Houphouët wird ihr einziger Abgeordneter und spricht von Wahlbetrug.

1953
Durch das Bündnis mit den Sozialisten wird Houphouët gleichwohl Präsident der "Assemblée territoriale [Parlament]" der Elfenbeinküste.

1956
Februar: Houphouët wird "beratender Minister" im französischen Kabinett.
Juni: Frankreich gewährt seinen KolonienÜberseee-Provinzen weitgehende Autonomie innerhalb von AOF.
November: Houphouët wird Bürgermeister von Abidjan. (Er hat alle Ämter in Personalunion inne - ungeachtet der großen Entfernungen, die damals noch per Schiff überwunden werden müssen.)

1957
März: Nach einer Wahlrechtsreform wird in der Elfenbeinküste erneut gewählt. Diesmal gewinnt die RDA fast 85% der abgegebenen Stimmen - Houphouët-Boigny spricht nun nicht mehr von Wahlbetrug.

1958
Oktober: Houphouët-Boigny unterstützt die Machtergreifung De Gaulles und bleibt "beratender Minister" im französischen Kabinett. Zugleich spricht er sich für die Auflösung von AOF und den Beitritt der Elfenbeinküste zur neu gegründeten "Union Française" aus.

1959
AOF wird aufgelöst; die Elfenbeinküste erlebt ohne die umliegenden Klötze am Bein Gebiete - Senegal, Guinea, Mali, Obervolta, Togo - einen starken wirtschaftlichen Aufschwung.


1960
August: Frankreich entläßt die Elfenbeinküste in die vollständige Unabhängigkeit.
November: Houphouët-Boigny wird mit fast 99% der Stimmen zum Staatspräsidenten gewählt.

1961
April: Houphouët-Boigny schließt in Anbetracht der Bedrohung durch seine Nachbarn ein Militärbündnis mit Frankreich.

1962
Mai: Houphouët-Boigny und seine Frau werden in Washington vom korrupten Mafia-neuen US-Präsidenten Kennedy zum Staatsbesuch empfangen.


1964
Houphouët-Boigny schafft die Polygamie ab und macht sich dadurch die Muslime zu Feinden - die freilich noch eine scheinbar harmlose Minderheit darstellen.

1966
Für die Elfenbeinküste bricht ein goldenes Zeitalter an, das etwa ein Jahrzehnt währt.


* * * * *

"Wenn es dem EselWidder zu gut geht, geht er auf's Eis tanzen" (Volksmund)

* * * * *

1975
Mai: Nach dem Vorbild der "Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft [EWG, später EG und EU]" wird aus den ehemaligen AOF-Staaten sowie Gambia, Guinea-Bissao, Sierra Leone, Liberia, Ghana und Nigeria die "Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft [CEDEAO]" gegründet - zunächst wie die erstere als rein ökonomischer Verbund.


Die Elfenbeinküste holt Millionen Gastarbeiter aus den ärmeren Nachbarländern ins Land. Hinzu kommen Millionen Wirtschaftsflüchtlinge - der Fluch der guten Tat Houphouët-Boignys, als einziger Politiker weit und breit eine vernünftige Wirtschaftspolitik zu betreiben und Wohlstand aufzubauen. Die meisten jener Immigranten sind Muslime.***

1981
Die CEDEAO wird zu einer "Verteidigungsgemeinschaft" erweitert.

1983
März: Houphouët-Boigny macht Yamoussoukro zur neuen Hauptstadt der Elfenbeinküste.


1985
August: Houphouët-Boigny legt in Yamoussoukro den Grundstein zum Bau der größten christlichen Kirche Afrikas, der Basilika Notre-Dame de la Paix. Im westlichen Ausland - vor allem im ach-so-christlichen Europa - gibt man sich empört ob einer solchen "Verschwendung" von Ressourcen.****

1988
Dezember: die Basilika wird rechtzeitig zu Weihnachten fertig gestellt. Es handelt sich um eine ungewöhnlich gelungene Gesamtanlage, die Komponenten aus fast allen gegenwärtigen oder vergangenen Weltreligionen in sich vereint: Über einem Unterbau, der an griechisch-römische Tempel der Antike erinnert, erhebt sich eine Kuppel, die dem Petersdom in Rom nachempfunden ist; davor befindet sich ein offener Kreis von Steinsäulen wie in Stonehenge, in den vier gedrungene, aber nicht allzu hohe Pseudo-Minare integriert sind, wie sie sonst islamische Moscheen umgeben. Die Straßen rund um die Anlage wirken aus der Luft wie stilisierte Kelten-Kreuze.

[Luftansicht]

1989
Die UNESCO stiftet einen Preis für die Suche nach Frieden ("pour la recherche de la paix"; auf Englisch und Deutsch ungenau "peace prize" bzw. "Friedenspreis" genannt), der nach Houphouët-Boigny benannt wird. Vorgeblich für Personen und Institutionen bestimmt, die sich um die Aufrechterhaltung oder Schaffung von Frieden bemüht haben, wird er bald in das Gegenteil pervertiert, indem er wiederholt an üble Kriegstreiber und kriminelle Vereinigungen vergeben wird.*****


1990
September: Nach Jahre langem Streit geruht der korrupte polnische Kardinal Wojtyla fromme katholische Papst Johannes Paul II - der vergeblich versucht hatte, Schmiergelder locker zu machen, aber bei Houphouët-Boigny auf Granit gebissen hat - endlich, die Basilika offiziell einzuweihen; sie entwickelt sich in den 1990er Jahren zum Wallfahrtsort für Christen aus ganz Afrika.
Oktober: Houphouët-Boigny setzt sich bei der Präsidentschaftswahl deutlich gegen den Kommunisten Laurent Gbagbo von der "Ivorischen Volksfront (FPI)" durch.
November: Houphouët-Boigny macht in einem Anfall von Verkalkung den zwielichtigen Muslim-Führer Alassane Ouattara zum Premierminister, der sich für einen direkten Nachfahren von Sékou Oumar Ouattara - den Gründer des Reiches von Kong im 18. Jahrhundert - hält und mit Dominique Novion verheiratet ist, die Houphouët-Boignys private Finanzen ebenso managt wie die von Hubert ("Jacques") Dessange, der eine weltweite Kette von Schönheitssalons betreibt, zu deren Kunden u.a. Hillary Clinton zählt, die Ehefrau von Bill Clinton, dem Gouverneur von Arkansas, der zwei Jahre später zum Präsidenten der USA gewählt wird. Diese Verbindung zum politischen Establishment der "Democrats" wird noch eine verhängnisvollewichtige Rolle spielen.******
Ouattara stellt praktisch allen illegalen Immigranten "Aufenthaltsberechtigungen" aus und macht ihre Anwesenheit so zum Dauerzustand. Dadurch ermutigt, strömen weitere Millionen muslimischer Ausländer in den Norden des Landes.

1992
Ouattara läßt Gbagbo, der gegen diese Politik opponiert, mitsamt seiner Familie ins Gefängnis werfen; Houphouët-Boigny begnadigt seinen alten Rivalen jedoch noch im selben Jahr.

1993
07. Dezember: Félix Houphouët-Boigny stirbt in Yamoussoukrou. Seinem Nachfolger Henri Konan Bédié, der ihm als vormaliger Vizepräsident reibungslos im Amt folgt, hinterläßt er eine trotz geringer Bodenschätze strukturell gesunde Wirtschaft - die einzige Schwarzafrikas -, die sich nach einem Wiederanstieg der Preise für Kakao und Kaffee bald wieder erholt.
Ouattara wird sofort entlassen und zum Internationalen Währungsfonds abgeschobenweg gelobt; doch die verhängnisvollen Folgen seiner Ausländer-Politik nicht nicht mehr zu reparieren: Der Norden des Landes wird bereits mehrheitlich von muslimischen Immigranten bewohnt; ihr Bevölkerungsanteil nimmt weiter rapide zu.

1999
Juli: Ouattara kehrt zur Elfenbeinküste zurück und übernimmt den Vorsitz der Oppositionspartei "Sammelbewegung der Republikaner [RDR]".
Zugleich beginnt die CEDEAO mit dem Aufbau eigener Streitkräfte"Sicherheitskräfte". Zu deren offiziellen Aufgaben zählen u.a. "präventive Aufmärsche" und "humanitäre Interventionen" zur "Aufrechterhaltung, Überwachung und Konstruktion" von "Frieden, Abrüstung und Entwaffnung".
Dezember: Bédié wird durch einen Militärputsch unter General Guéï gestürzt.

2002
September: Muslimische Einheiten der ivorischen Armee putschen, ermorden General Guéï und erobern die nördliche Hälfte des Landes, das sie durch Ermordung oder Vertreibung vollständig von Nicht-Muslimen "säubern". (Ca. 900.000 Nicht-Muslime entkommen in den Süden; der Rest wird ermordet.) Wenig später marschieren auch liberianische Truppen ein und besetzen den Westen des Landes. Ouattara flieht vorsichtshalber ins Ausland (zunächst nach Gabun, dann nach Frankreich).


2003
Die europäischen Politnarren Machthaber Herrscher sehen die Zeichen an der Wand nicht und hindern die Regierung der Elfenbeinküste, die Invasoren aus dem Land zu werfen. Vielmehr zwingen sie sie zu einem Waffenstillstand und "guten Gesprächen", die de facto zu einer Spaltung des Landes führen. Um diese aufrecht zu erhalten werden an den Demarkationslinien in den "Vertrauenszonen" (sic!) BesatzungstruppenFriedenstruppen der UNO stationiert.


2004
Die Leser des Nachrichten-Magazins New Afrikan wählen den "größten Afrikaner des 20. Jahrhunderts". Auf die drei Spitzenplätze kommen so illustre Persönlichkeiten wie Nelson Mandela, Robert Mugabe und Kwame Nkrumah.
Houphouët-Boigny landet auf Platz 90 - hinter dem Hanswurst US-Neger "afro-amerikanischen Top-Entertainer" Eddy Murphy.


November: Um zu verhindern, daß die Regierung der Elfenbeinküste über die "Vertrauenszone" hinweg die muslimischen Invasoren bekämpfen kann, vernichten die Franzosen die Luftwaffe der Elfenbeinküste.

2010
November: Bei den Präsidentschaftswahlen kommt es zu einem Patt. Ouattara - seit 2006 aus seinem französischen Exil zurück - behauptet, sie entgegen der offiziellen Auszählung gewonnen zu haben und wird auf Veranlassung von US-Außenministerin Clinton und RF-Präsident Sarkozy******* als neuer Präsident "anerkannt".
Dezember: Da die Regierung der Elfenbeinküste dies anders sieht, wird sie von der CEDEAO ausgeschlossen.

2011
Die Friedenstruppen der CEDEAO beginnen - mit Unterstützung der EU und der USA - eine "humanitären Intervention", die der Elfenbeinküste den "Frieden" bringen soll. Das Land versinkt zunächst im Bürgerkrieg, durch den die Infrastruktur nachhaltig zerstört wird, und wird dann de facto wieder zur Kolonie Frankreichs, mit Ouattara als Marionette. Das Lebenswerk des "glücklichen Widders" ist zerstört. Die staatlich kontrollierten Medien Frankreichs klatschen dazu Beifall; die Massenmedien der übrigen Welt verschweigen die Hintergründe und - vor allem - die Folgen.


*Nach anderen Quellen: 1898, 1901 oder 1903.

**Angeblich handelt es sich um sein Totemtier. Dann hätte dies aber nach einer öffentlichen Abwendung vom Christentum ausgesehen, was er schwerlich beabsichtigte.

***Die Bevölkerung der Elfenbeinküste wächst 1975-2010 von knapp 7 auf über 21 Millionen; der Ausländeranteil steigt - ohne die offiziell Eingebürgerten - auf 26%, der Anteil der Muslime auf fast 50%.

****Besonders laut ist der Protest in der BRD, einem Staat, der von einer Partei regiert wird, die sich "christlich" nennt und vor allem den Bau von islamischen Moscheen in aller Welt aus deutschen Steuergeldern (in Form von Entwicklungshilfe im Ausland bzw. "Zuschüssen" im Inland) fördert. Das BRD-Regime finanziert u.a. den Bau der größten Moschee Afrikas in Algerien und den Bau der größten Moschee Europas in Köln. Dagegen wird die Basilika in Yamoussoukro vollständig aus der Privat-Schatulle Houphouet-Boignys bezahlt; es werden also weder Steuergelder noch Entwicklungshilfe - welche die Elfenbeinküste damals noch nicht in Anspruch nimmt - verbraucht, geschweige denn "verschwendet"; der Bau geht zügig voran und überschreitet den Kostenvoranschlag nicht - etwas, das man bei vergleichbaren Bauten in Europa schon lange nicht mehr erlebt hat.

*****Zu den Preisträgern zählen u.a. 'Nelson' Mandela (1991), 'Jasir' Arafat (1993), 'Jimmy' Carter (1994), 'Comandante' Rolando Morán (1996), Nur Misuari (1997), Xanada Gusmão (2002) und Lula da Silva (2008) sowie weitere Politverbrecher, zumeist solche, die den vorgenannten durch ihre feigekompromißbereite Haltung den Weg frei gemacht haben.

******Dessange ist außerdem der Hof-Figaropersönliche Friseur und Duzfreund des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Houphouët-Boigny handelte sicher in gutem Glauben an die Kompetenz seines neuen Premierministers: Ouattara arbeitete zuvor beim Internationalen Währungsfonds und bei der Westafrikanischen Zentralbank - zuletzt als deren Chef - und galt als ein Finanz-Experte mit guten Verbindungen, wie ihn die Elfenbeinküste in der Wirtschaftskrise gerade brauchte.

*******Der vom Judentum abgefallene Sarkozy - der den französischen Präsidentschafts-Wahlkampf mit der Lüge gewonnen hatte, er wollte mit dem islamistischen Spuk im eigenen Lande aufräumen -, hat nicht nur dieses innenpolitische Versprechen gebrochen, sondern auch außenpolitisch keine Gelegenheit ausgelassen, fundamental-islamische Bewegungen mit militärischer Gewalt an die Macht zu bringen: Neben dem Krieg gegen die nicht-muslimische Regierung der Elfenbeinküste begann er auch einen Krieg gegen Libyen an der Seite eines Ablegers der ägyptischen Muslim-Bruderschaft und setzte dadurch eine in diesem Umfang noch nicht dagewesene Invasion muslimischer "Flüchtlinge" (ausschließlich junge, agressive Männer im wehrfähigen Alter, keine einzige Frau, kein einziges Kind, kein einziger Greis) aus Nordafrika nach Europa in Gang. Wenngleich sich noch keine ausländische Macht angeschickt hat, in Frankreich - und/oder in anderen europäischen Staaten in ähnlicher Lage - militärisch zu intervenieren und den muslimischen Invasoren durch "Vertrauenszonen" gesicherte "autonome Gebiete" zu sichern, ist eine solche Entwicklung, nachdem sie von der UNO für die Elfenbeinküste abgesegnet wurde, auf absehbare Zukunft auch für Europa nicht mehr auszuschließen. Aus christlich-jüdischer Sicht ist Sarkozy der größte Politverbrecher, den Frankreich im 21. Jahrhundert hervor gebracht hat; wenn es dem Islam gelingen sollte, in ein bis zwei Generationen Frankreich (ggf. auch andere Länder Europas) zu unterwerfen und nach Nord- auch Schwarzafrika zu erobern, dann wird dies in erster Linie ihm zu "verdanken" sein.


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