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*Vorbild ist ein ähnliches Projekt der Briten in Freetown/Sierra Leone, über das Dikigoros an anderer Stelle schreibt. **Die Sklaven kamen in der Regel von der "Elfenbeinküste", der "Goldküste" und der "Sklavenküste".
***Die Eingeborenen erhalten zwar 1907 das Wahlrecht; dessen Ausübung ist jedoch an die Entrichtung einer Grundsteuer gebunden, die kaum einer der Eingeborenen zahlen kann, da sie überwiegend keine Geld-, sondern Subsistenz-Wirtschaft und Tauschhandel betreiben. ****Das hat Dikigoros mal so flapsig dahin geschrieben; aber ein US-amerikanischer Kollege - der sich in schwarzafrikanischer Geschichte des 19. Jahrhunderts besser auskennt als er - hat ihn darauf hingewiesen, daß man das auch anders sehen kann: Es gab ja neben der ACS und "Liberia" noch andere Gesellschaften, die sich um die Rückführung der Negersklaven nach Afrika bemühten und dort Niederlassungen zu diesem Behuf gründeten. Eine davon war die MSCS, die - ebenfalls an der Küste von Guinea - die Kolonie "Maryland" gegründet hatte. Und letztere vereinigte sich anno 1857 mit Liberia, d.h. sie schloß sich ihm an. Aber so genau konnte Dikigoros das oben nicht referieren. (Zur Erinnerung: Es geht hier um Politiker des 20. Jahrhunderts!) Er erwähnt das überhaupt nur, weil es eine Besonderheit ist: Jeder Sportverein, der aus einer Fusion entsteht, feiert den Gründungstag seines ältesten Bestandteils als "seinen" Gründungstag - nicht etwa den Tag der Fusion -; jede Stadt, die auf sich hält, feiert das Datum ihrer ersten Erwähnung - selbst wenn die damals vielleicht nur ein Kuhdorf oder ein einsames Kloster gleichen Namens bezeichnete - usw. Aber ein Staat ist eben kein Verein und keine Stadt - oder liegt es einfach nur daran, daß geltungssüchtige Politiker solche Jubiläen an den Haaren herbei ziehen, wie es ihnen gerade paßt? Nein, das kann es in diesem Fall nicht gewesen sein; denn Tubman war auch 1947 schon an der Macht, hätte also damals schon die 200-Jahrfeier ansetzen können. Offenbar betrachtete er tatsächlich erst den Zusammenschluß von "Liberia" und "Maryland" als Gründungsdatum "seines" Staates! *****Dikigoros war versucht zu schreiben: "Dagegen unterhält er zu Taiwan und Israel gute politische und wirtschaftliche Beziehungen". Aber das war damals noch völlig unverfänglich und somit keiner besonderen Erwähnung wert. Es wäre interessant zu wissen, wie Tubman, hätte er noch etwas länger gelebt, auf die ab 1972 (seit Nixons "Ping-Pong"-Politik mit Rot-China) bzw. 1973 (seit dem Yom-Kippur-Krieg und dem arabischen Öl-Boykott) einsetzende Diskriminierung auch jener beiden Staaten reagiert hätte. Dikigoros erinnert sich noch, daß man damals gefragt wurde: "Wollen Sie den Einreisestempel nicht lieber auf ein Extrablatt haben? Wenn wir ihn in den Paß setzen, dann dürfen Sie damit in manche Länder nicht mehr einreisen." Worauf er zu antworten pflegte: "Auf den Besuch solcher Länder verzichte ich." (Er war denn auch nie in Liberia :-) ******Auch die abgebildeten Goldmünzen sind selbstverständlich nur für finanzkräftige Sammler im Ausland bestimmt. Im Inland kursiert - wie überall auf der Welt - Papiergeld.
*******Tatsächlich handelte es sich um Stammeskriege, d.h. die unterschiedlichen "Ethnien" bekämpften einander. Der "Bürgerkrieg" wurde zunächst 1996 für "beendet" erklärt; als daraufhin 1997 Charles Taylor mit überwältigender Mehrheit (75%) zum neuen Präsidenten gewählt wurde, nahmen dessen Gegner mit Hilfe von Truppen aus Guinea den Krieg wieder auf. Als Taylor zurück trat, um dem Blutvergießen ein Ende zu machen, und Asyl in Nigeria suchte, lieferte ihn dessen Regierung an das Tribunal der
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