GUNTHER  PLÜSCHOW

(08.2.1886 - 28.1.1931)

"Der Flieger von Tsingtau"


tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1886
8. Februar: Gunther Plüschow wird als Sohn der Eheleute Eduard und Hermine Plüschow in München geboren. Er wächst in Rom auf, wo sein Vater Direktor des Deutschen Museums ist.

1891
Plüschow wird bei den französischen Jesuiten in Rom eingeschult.

1894
Familie Plüschow zieht nach Bünde (Westfalen).

1897
April: Plüschows Eltern ziehen nach Schwerin (Mecklenburg); er selber kommt auf die Cadettenanstalt in Plön (Holstein), die damals auch die Söhne von Kaiser Wilhelm II besuchen.


1901
April: Plüschow wechselt an die Hauptcadettenanstalt in Lichterfelde bei Berlin.


1905
April: Nach dem Abitur wird Plüschow Fähnrich z.S. auf dem Kleinen Torpedoboot S 87.


1906
Plüschow wird zum Leutnant z.S. befördert und auf S.M.S. Fürst Bismarck abcommandiert, das vom deutschen Pachtgebiet Kiautschou aus im Chinesischen Meer operiert.


1907
Dorthin zu gelangen bedeutet eine mehrmonatige Seereise, die Plüschow hauptsächlich über britische Häfen führt (Southampton, Colombo, Singapur, Hongkong, Schanghai); er reist zunächst auf S.M.S. Prinzregent Luitpold, dann auf S.M.S. Admiral Tirpitz.


1910
Plüschow kehrt auf S.M.S. Lützow nach Deutschland zurück.


1911
Plüschow wird zum Oberleutnant z.S. befördert und Commandant von S 87.


1912
Plüschow wird Instructeur an der Marineschule in Flensburg-Mürwick, was ihn bald langweilt.


Er meldet sich für eine Fliegerausbildung bei Rumpler in Berlin.

1913
Februar: Plüschow wird zum zweiten Mal nach Kiautschou abcommandiert - diesmal reist er mit der Transsibirischen Eisenbahn, deren südliche Trasse in Port Arthur endet, unweit des deutschen Pachtgebiets.


1914
Januar: Plüschow kehrt nach Deutschland zurück; er beginnt mit der Fliegerausbildung in Berlin.
Juli: Plüschow wird zum dritten Mal nach Kiautschou abcommandiert, wo er einen kleinen Flugplatz einrichtet.


01. August: Ausbruch des "Großen Krieges" in Europa, der sich am
15. August mit der Kriegserklärung Japans an das Deutsche Reich zum Ersten Weltkrieg ausweitet.
23. August: Die Japaner marschieren in Kiautschou ein und beginnen mit der Belagerung der Hauptstadt Tsingtau.*
Den Deutschen steht gegen zahlenmäßig und technisch weit überlegene japanische Luftstreitkräfte nur ein einziges einsatzfähiges Flugzeug zur Verfügung - eine "Etrich Taube" aus dem Hause Rumpler.


Plüschow führt Aufklärungsflüge über den feindlichen Stellungen durch. Viel Kriegsruhm gibt es dabei freilich nicht zu ernten** - die Idee des Luftkampfes mit frontal durch die Propellerlücken schießenden Maschinengewehren wird erst 1915 von dem Franzosen Roland Garros entwickelt. Kiautschou muß bereits im
November kapitulieren - trotz vollmundiger Ankündigung des Gouverneurs Meyer-Waldeck, "bis zum Äussersten" zu kämpfen, die man bloß als Propaganda an der Heimatfront verkaufen kann.***


Plüschow entkommt kurz vor der Kapitulation in seiner "Taube". Nach einer Bruchlandung gelangt er zu Fuß bis nach Daschou, wo ihm ein deutschfreundlicher chinesischer Beamter eine Dschunke zur Verfügung stellt, auf der er bis nach Nanking segelt. Von dort nimmt er die Eisenbahn nach Schanghai, wo er sich einen falschen Schweizer Paß verschafft, mit dem er per Schiff über Nagasaki und Honolulu nach San Francisco gelangt.

1915
Januar: Plüschow nimmt die Eisenbahn von San Francisco nach New York City und von dort ein Schiff ins - damals noch neutrale - Italien.


Februar: Der Wettergott stellt sich gegen Plüschow: Das Schiff muß wegen eines Sturms in Gibraltar zwischenlanden, wo er von einem echten Schweizer - der ihn an seinem [fehlenden] Akzent als falschen Schweizer erkannt hat - an die Briten verrraten wird, die ihn gefangen nehmen.
Juli: Die Briten verlegen Plüschow ins Kriegsgefangenenlager Donington Hall (Leicestershire). Schon nach wenigen Tagen gelingt ihm die Flucht nach Derby.


Plüschow ist und bleibt während des ganzen Krieges der einzige Deutsche, der aus einem Gefangenenlager in England entkommt, was ihn im Nachhinein auch dort zu einer Art Kriegsheld macht (wohl dem einzigen der Geschichte, dessen Ruhm sich hauptsächlich auf eine zweimalige Flucht gründet :-). Die Ausrede der Lagerleitung ist "schlechtes Wetter" - bei Sturm und Regen konnte die Wache ihr Wachthäuschen nicht verlassen, geschweige denn mit einer Flucht rechnen. (Der Wettergott hatte also umdisponiert :-)
Plüschow nimmt einen Zug nach London und versteckt sich drei Wochen lang im Britischen Museum (mit Museen kennt er sich aus :-), wo er Bücher über Patagonien liest.
Patagonien ist damals weitgehend terra incognita. Man rätselt noch immer über die Fußabdrücke der "Riesen", die Magellan dort einst entdeckt haben will.
Plüschow entkommt - als blinder Passagier - auf der Prinses Juliana von London nach Vlissingen (Niederlande).


August: Plüschow kehrt per Eisenbahn nach Deutschland zurück, wo er erst als vermeintlicher Spion verhaftet, aber dann mit Orden überschüttet wird.
Plüschow dürfte der einzige Subaltern-Offizier der Kaiserlichen Marine sein, dem neben dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse auch Militär-Orden so vieler verschiedener Bundesstaaten verliehen wurden: das Ritterkreuz der Hohenzollern (mit Schwertern), das Ritterkreuz des Zähringer Löwen von Baden (mit Eichenlaub und Schwertern), der Bayrische Verdienstorden (mit Schwertern) sowie das Verdienstkreuz 1. und 2. Klasse von Mecklenburg-Schwerin.****


Oktober: Plüschow wird zum Kapitänleutnant befördert und zum Kommandanten (seit dem Krieg gegen Frankreich nicht mehr mit "C" geschrieben :-) der Marinebasis in Libau ernannt.


1916
Juni: Plüschow heiratet Isot, geb. Kempfe (1889-1979). Aus der Ehe geht ein Sohn hervor.


Plüschows Buch "Die Abenteuer des Fliegers von Tsingtau" wird ein Bestseller.


1918
November: Mit dem Waffenstillstand ist der Erste Weltkrieg für Deutschland verloren.

1919
Juni: Durch den Diktatfrieden von Versailles wird die deutsche Kriegsmarine auf 15.000 Mann reduziert.
Plüschow nimmt seinen Abschied als Charakter-MajorCharakter-Korvettenkapitän*****.

In den folgenden Jahren schlägt sich Plüschow mehr oder weniger glücklos als Autoverkäufer, Kinoprojecteur und Luftpostflieger beim Deutschen Luft-Lloyd (später Deutscher Aero-Lloyd, noch später Deutsche Luft-Hansa) durch.


1922
Plüschow veröffentlicht in England "My Escape from Donington Hall [Wie ich aus D.H. entkam]".
(Das Buch wird ein Bestseller und später, auch unter dem Titel "Escape from England", neu aufgelegt - zuletzt 2004.)


1923
In der Hyperinflation verliert Plüschow - wie Millionen andere auch - den Rest seines Vermögens.


1924
Plüschow macht sein Examen als Kapitän der Handelsmarine und heuert auf Kreuzfahrtschiffen im Mittelmeer an.


1925
Auf einer dieser Fahrten trifft Plüschow in Griechenland den Sohn des Hamburger Reeders Laeisz, den er aus seiner Militärzeit kennt und dem er von seinen Erfahrungen als Kinoprojecteur erzählt. Laeisz engagiert ihn daraufhin als Filmer für eine Reise nach Südamerika.
Die Reederei "FL" hat einen alten, ausrangierten Seelenverkäufer, den Viermaster "Parma" (1902 in England als "Arrow" gebaut, 1912 erstmals an Laeisz verkauft, 1914 im neutralen Chile interniert, 1920 als "Reparation" an Großbritannien ausgeliefert, 1921 an Belgien weiter gereicht) zurück gekauft.****** Auf diesem segelt Plüschow von Hamburg um Kap Hoorn nach Valdivia. Von dort reist er über Land durch Patagonien.

1926
Plüschow veröffentlicht den Reisebericht "Segelfahrt ins Wunderland". Das Buch wird ein Bestseller und rückt ihn erneut ins Rampenlicht.


1927
November: Plüschow - durch den Bucherfolg finanziell vorerst saniert - kauft sich einen kleinen Kutter und ein Segelflugzeug (das er demonstrativ auf den Namen "Tsingtau" tauft) und bricht, zusammen mit dem Ingenieur Ernst Dreblow, dem Steuermann Paul Christiansen und dem Filmfotografen Kurt Neubert erneut nach Patagonien und Feuerland auf.


1928
Plüschow richtet die erste Flugpostverbindung zwischen Puntas Arenas (Chile) nach Ushuaia (Argentinien) ein und erforscht mehrere patagonische Gletscher aus der Luft.


1929
Plüschow veröffentlicht "Silberkondor über Feuerland. Mit Segelkutter und Flugzeug ins Reich meiner Träume". Auch dieses Buch wird ein Bestseller und noch im selben Jahr verfilmt.


1930
Dezember: Plüschow und Dreblow kehren nach Patagonien zurück, um den Perito-Moreno-Gletscher zu erforschen.

1931
28. Januar: Plüschow und Dreblow kommen bei einem Flugzeugabsturz am Argentino-See ums Leben.
01. Mai: Plüschow wird unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Parkfriedhof in Berlin-Lichterfelde (inzwischen eingemeindet) bestattet.


Posthum kommt ein Dokumentarfilm mit dem makabren Titel "Ikarus - Gunther Plüschows Fliegerschicksal" in die Kinos.*******


1934
Der 40. Band der [2-]Groschenheft-Reihe "Helden der Nation" wird dem Kampf um Tsingtau gewidmet - unter besonderer Berücksichtigung Plüschows.


nach 1945/1955
Anders als andere einst gefeierte "Helden" wird Plüschow nicht von der "Traditionspflege" der Bundeswehr vereinnahmt, d.h. es werden keine Kasernen, Schiffe oder Flugzeuge nach ihm benannt.
Daher übersteht er auch unbeschadet die berüchtigten "Traditionserlasse" des BMVg, das nach und nach alle deutschen "Kriegshelden" nicht nur des 2., sondern auch des 1. Weltkriegs Bw-intern zu "Kriegsverbrechern erklärt und damit bewirkt, daß sie auch von zivilen Behörden und Einrichtungen geächtet werden. So gibt es z.B. in Köln - einer Stadt, mit der Plüschow nie etwas zu tun hatte - bis heute eine "Gunther-Plüschow-Straße", während das Andenken an den dort einst allgegenwärtigen Albert Leo Schlageter vollständig ausgelöscht ist.

2003
Plüschow wird am Argentino-See ein lebensgroßes Denkmal errichtet.


2009
Anton Rippon veröffentlicht "Gunther Plüschow. Airman - Escaper - Explorer". Es ist die erste englische-sprachige Publikation, in der sein Name richtig - mit "ü" - geschrieben wird.


*Von der deutschen Propaganda wurde das als heimtückischer Überfall der schlitzäugigen japanischen Bösewichte hingestellt, die damit ihr wahres Gesicht gezeigt hätten.

Tatsächlich hatte das Deutsche Reich dies durch seine hirnrissige Außenpolitik selber provoziert: Nach dem Russisch-Japanischen Krieg 1904/05 hatte es verhindert, daß Japan seinen Sieg richtig ausnutzen konnte. Dadurch erreichte es zum einen, daß sich das Tsarenreich konsolidieren konnte - ohne es zum Freund zu gewinnen - und machte sich zum anderen Japan, das bis dahin durchaus ehrlich mit den Deutschen sympathisiert hatte, ihnen dieses Schurkenstück aber nicht so schnell vergaß, zum Feind.

**Dennoch hatte Plüschow bei seinem Wechsel von der Torpedowaffe zu den Marinefliegern in Sachen "Kriegsruhm" alles richtig gemacht: Während er bis heute als Held gefeiert wird, waren die durchaus bemerkenswerten militärischen Erfolge des Großen Torpedobootes S 90 vor Tsingtau - u.a. die Versenkung des japanischen Kreuzers Takachiho - bald weitgehend vergessen, ebenso die des vorübergehend von Tsingtau aus operierenden kleinen Kreuzers Emden.

[Großes Torpedoboot S 90] [Kleiner Kreuzer Emden]

***An der Propaganda-Darstellung ist so viel richtig, daß die Deutschen am Ende mit nacktem Schwert hätten kämpfen müssen, da ihre - völlig unzureichenden - Munitions-Vorräte schon nach ein paar Tagen erschöpft waren. Die Überlebenden gingen - mit Ausnahme Plüschows - geschlossen in Gefangenschaft, die sie ohne weitere Verluste überstanden. Japan war der einzige Feindstaat, der die deutschen Kriegsgefangenen sofort nach dem Waffenstillstand im November 1918 frei ließ. Alle anderen hielten sie bis auf weiteres - z.T. Jahre lang - fest, wobei viele noch nachträglich den Tod fanden.

Die Japaner pflegen - entgegen ihrem Ruf - Kriegsgefangene nicht nur gut, sondern weitaus besser zu behandeln als andere Nationen, vorausgesetzt, dem liegt eine ehrenhafte, d.h. vom kommandierenden Offizier ausgesprochene Kapitulation ganzer Einheiten zugrunde. (Merke: Ein Kapitän der Kriegsmarine hat mit seinem versenkten Schiff unterzugehen; ein besiegter Infanterie-Kommandeur hat mit seiner Truppe in Gefangenschaft zu gehen.) Dagegen betrachten sie den Versuch einzelner Soldaten, sich während des Kampfes auf eigene Faust zu "ergeben", als unwirksam und strafen ihn mit Verachtung - oder sogar Tötung. Auch wenn sich der Oberbefehlshaber mitsamt dem Offizierskorps absetzt und seine Truppen ohne echtes Kommando zurück läßt, wie dies 1942 der US-General Douglas MacArthur auf den Filipinen tat, haben die Gefangenen von den Japanern keine sonderlich nachsichtige Behandlung zu erwarten - allerdings auch keine solche, wie sie in US-amerikanischen Kriegsgefangenenlagern üblich war und ist. (Insbesondere haben die Japaner noch keinem Kriegsgefangenen einen Schauprozeß als "Kriegsverbrecher" gemacht.)

****Der "Klempnerladen", mit dem Felix Graf Luckner herum lief - und der die Sammlung Plüschows quantitativ deutlich überstieg -, bestand größtenteils aus dritt- und viertklassigen ausländischen Orden.

*****Im Kaiserreich pflegte man Berufssoldaten bei ihrer Pensionierung pro forma noch einmal zu befördern, um ihr Prestige zu heben. Sie schieden dann "mit dem Charakter" des nächsthöheren Dienstgrades (freilich ohne entsprechend erhöhte Pensionsbezüge) aus. Da die meisten Berufsoffiziere ihre aktive Laufbahn als Hauptmann bzw. Rittmeister beendeten (weshalb auch der gesichtsalte "Hauptmann von Köpenick" zunächst keinen Verdacht erregte :-) wurde der "Charakter-Major" sprichwörtlich. Aber auch bei höheren Dienstgraden war der "Charakter" wichtig. So hatte man ab General-Leutnant einen Anspruch, mit "Exzellenz" angeredet zu werden, wie z.B. Ritter v. Epp und der Vater des späteren General-Obersten Guderian, die beide als Aktive "nur" General-Major gewesen waren, aber als General-Leutnant in Pension gingen. Plüschow machte diese Spiegelfechterei jedoch nicht mit, sondern trat demonstrativ nur als "Kapitänleutnant a.D." auf.

******Fast alle Schiffe von FL waren während des Weltkriegs in Chile interniert. Da sie von dort nicht direkt, sondern auf dem Umweg über Deutschland an die Siegermächte ausgeliefert wurden, konnte Laeisz sie auf ihrer Heimfahrt noch einmal auf eigene Rechnung mit Fracht beladen, nämlich mit Salpeter. Mit dem Erlös daraus konnte FL viele der alten Pötte zurück kaufen - während die meisten anderen deutschen Reedereien ruiniert waren. Parma bewies eine erstaunliche Langlebigkeit. 1931 verkaufte ihn Laeisz weiter nach Finnland, wo er bis 1936 Dienst tat. Nach einem Unfall wurde er dann nach Britisch-Palästina verscherbelt und zwei Jahre später abgewrackt.

******Im Nachhinein wurde behauptet, Plüschow sei der "Gier" der Filmemacher zum Opfer gefallen, die ihn mit der Aussicht auf hohe Erlöse an den Kinokassen "geködert" und so in sein nächstes - und letztes - gefährliches Abenteuer "gehetzt" hätten. Daran ist so viel richtig, daß er äußerst lukrative Angebote für die Filmrechte hatte. Allerdings darf man wohl davon ausgehen, daß ihn sein Entdeckerdrang auch ohne die letzteren zu weiteren waghalsigen Forschungsflügen getrieben hätte, die ebenso tödlich hätten enden können. Im übrigen ist Plüschows ein weiterer Beleg dafür, daß der vorzeitige "Helden"-Tod dem Ruhm sowohl eines Soldaten als auch eines Privatmanns förderlich sein kann. Der sieben Jahr jüngere Marineflieger Wolfgang v. Gronau leistete, objektiv gesehen, bedeutend mehr als Plüschow, sowohl als Soldat (an der Front und im Stab) in beiden Weltkriegen wie auch als Zivilflieger (am Steuerknüppel und am Schreibtisch) nach beiden Weltkriegen. (Er umrundete nicht nur in einem Flugboot die Welt, sondern "entdeckte" auch die Flugroute von Europa nach Amerika über Grönland - was sicher wichtiger war als die Erfoschung irgendwelcher Gletscher im abgelegenen Feuerland.) Allerdings machte er, anders als Plüschow, nie Anstalten, seine "Heldentaten" durch Bücher, Filme oder Vorträgsreisen zu vermarkten, auch nicht im Ruhestand, den er zurückgezogen auf einem Bauernhof in Bayern verlebte. Ihm wurden keine Briefmarken gedruckt oder Denkmünzen geschlagen, geschweige denn Denkmäler errichtet; als er mit knapp 84 Jahren sang- und klanglos im Bett starb, war er bereits vergessen.


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