POL  POT

(1928 - 1998)

[Pol Pot]

Tabellarischer Lebenslauf
zusammengestellt von
Nikolas Dikigoros

1928
19. Mai: (nach anderen Quellen: 19. März 1925) Sār Saloth wird als Sohn eines wohlhabenden Großbauern (eine Parallele zu seinem Gesinnungsgenossen Mao Tse-tung) in Prek Sbauw (Provinz Kampong Thum) geboren.
Kambodiyā ["Cambodge"] ist Bestandteil des französischen Protektorats "Indochine", unter dem die Eingeborenen zum ersten Mal in ihrer Geschichte in Frieden und bescheidenem Wohlstand leben.

[Cambodge]

Daneben gibt es noch einen Marionettenkönig von Frankreichs Gnaden. Eine Cousine Sārs ist dessen Konkubine, ein Onkel Hofschranze Bonze; er genießt also allerhöchste Protektion.

1934
Sār geht nach Phnom Penh und besucht dort französische Eliteschulen.
(Die Franzosen setzen - ähnlich wie die Briten - darauf, künftige Eliten aus den Eingeborenen ihrer Protektorate heran zu ziehen, in dem Glauben, sie dadurch ihrer Kultur - und damit ihrer Herrschaft - gewogen zu machen.)

[Adolf Hitler, Mein Kampf] [Adolf Hitler, Mon Combat]


Im selben Jahr erscheint die französische Übersetzung eines Buches aus dem fernen Jarmanī, dessen Verfasser meint, daß es ein schwerer, ja verhängnisvoller Fehler sei, wenn Kolonialmächte den Eingeborenen Zugang zu westlicher Bildung ermöglichen; damit schaufelten sie sich ihr eigenes Grab und brächten auch über die Eingeborenen nur Unglück.
Das Werk wird freilich damals noch kaum zur Kenntnis genommen. Erst Jahrzehnte später, als es - nicht nur für Kambodiyā - schon zu spät ist, avanciert "Mein Kampf" in diversen neuen Übersetzungen zum meist gelesenen ausländischen Buch in allen Ländern Südostasiens. Sār wird zum krassesten Beweis für die Richtigkeit seiner Thesen.
Dazwischen absolviert Sār den für Buddhisten aus gutem Hause obligatorischen Klosterdienst.*

1941
April: Nach dem Tode des Marionettenkönigs wird dessen Enkel Norodom Sihanouk von Frankreich zu dessen Nachfolger bestimmt und im
September zum König gekrönt.
Frankreich - das zwei Jahre zuvor im Bündnis mit Großbritannien unter einem Vorwand ("Mourir pour Dantzig") dem Deutschen Reich den Krieg erklärt und dadurch den Zweiten Weltkrieg ausgelöst hatte, ist nach seiner Niederlage nur noch ein besserer Marionettenstaat unter Maréchal Pétain, der statt in Paris - der Stadt der Liebe - in Vichy - der Stadt der Mineralwässer - residiert.
Vichy räumt Japan, um eine kriegerische Auseinandersetzung zu vermeiden, militärische Stützpunkte in Indochina ein.
Die USA treten durch die von Präsident Roosevelt erteilte Shoot-on-sight-Order in den Zweiten Weltkrieg ein.

1945
März: Die Japaner entwaffnen die französischen Truppen und erklären Kambodiyā und Vietnam für unabhängig.
August: Nach der Kapitulation Japans kehren die Franzosen zurück; sie verweigern Kambodiyā die volle Unabhängigkeit und räumen ihm lediglich eine beschränkte Selbstverwaltung ein.

ab 1946
Der 1. "Indochina"-Krieg spielt sich hauptsächlich in Vietnam ab und berührt Kambodiyā kaum.

1948
Sār fällt durch die Abiturprüfung und wechselt an eine technische Oberschule.

1949
Nachdem Sār seinen Abschluß dort geschafft hat, erhält er ein Stipendium zum Studium der Radiotechnik an der Fachhochschule EFR in Paris.
Unterdessen haben kommunistische Truppen unter Mao Tse-tung nach vier Jahren Bürgerkrieg das ganze chinesische Festland erobert, die letzten "National-Chinesen" unter Tschiang Kai-shek nach Taiwan (Formosa) vertrieben und die "Volksrepublik China" gegründet.

1949-53
Während seines Studiums in Paris gerät Sār in Kontakt zu Mitgliedern der Kommunistischen Partei Frankreichs [PCF] - der damals auch der spätere Staatspräsident Jacques Chirac angehört.
Diese vergiften das Gemüt des jungen Mannes mit marxistischem und anti-kolonialistischem Gedankenschlechtgut.
(Gerüchte, daß Sār schon zuvor insgeheim anti-französische und anti-kapitalistische Ideen hegte und seit 1946 Mitglied einer "Kommunistischen Partei Kambodiyās war, lassen sich weder beweisen noch widerlegen; Dikigoros hält sie indes für wenig glaubhaft.)

1953
Januar: Sār bricht sein Studium ab und kehrt nach Kambodiyāh zurück.
Mai: Sihanouk erklärt Kambodiyā für unabhängig und sich selbst zum Regierungchef. Als die Franzosen das nicht anerkennen, geht er ins Exil nach Thailand.
Sār geht nach Vietnam und schließt sich den Guerilla-Truppen unter Hô Chi Minh an.
November: Unter dem Eindruck schwerer militärischer Rückschläge in Vietnam entläßt Frankreich Kambodiyā nun doch in die Unabhängigkeit; Sihanouk kehrt zurück.

1954
Nach weiteren militärischen Niederlagen geben die Franzosen das Protektorat über Indochina vollständig auf.

1955
März: Sihanouk dankt zugunsten seines Vaters (!) als König ab und wird Premierminister.
April: Sār kehrt nach Pnom Penh zurück.
(Angeblich geht er in den Untergrund, gründet erste Vorläufer einer "kommunistischen" Partei und nimmt den Decknamen "Pol Pot" an. Dikigoros hält das für indes wenig glaubhaft, da Sihanouks Wirtschaftspolitik ihm dazu überhaupt keinen Anlaß gibt. Sein Mitstreiter Ieng Samry bestreitet denn auch später "kommunistische" Tendenzen jener ersten Parteizellen. Deren Mitglieder führten überhaupt keine Namen - auch keine Decknamen -, sondern Nummern. Sār nennt sich "Bruder Nr. 1". Wie böse Zungen behaupten, ist sein Lebensmotto fortan: "Und willst du nicht mein Bruder ein, so schlag' ich dir den Schädel ein!" :-)

1956-59
Sihanouk betreibt eine rigorose Verstaatlichungs-Politik. Sein "buddhistischer Sozialismus" wirft Kambodiyā wirtschaftlich auf vor-koloniales Niveau zurück. Da er auch seine politischen Gegner rigoros verfolgt, flieht Sār höchstvorsorglich aufs Land - angeblich an die Grenze zu Vietnam. (Wohin genau weiß man nicht.)

1957-73
2. Indochina-("Vietnam"-)Krieg.
(Während der "Indochina-Krieg" eigentlich "Vietnam-Krieg" heißen müßte, müßte der "Vietnam-Krieg" eigentlich "Indochina-Krieg" heißen - aber die Historiker sind halt bisweilen ebenso dumm wie die Politiker.)

1960
Nach dem Tode seines Vaters wird Sihanouk Staatsoberhaupt mit dem Titel "Prince [Fürst]".

1963
Sihanouk läßt sich zum Staatsoberhaupt auf Lebenszeit wählen.
Sār wird Generalsekretär der Kommunistischen Partei Kambodiyās.

1965
März: Sihanouk räumt Rotchina und Nord-Vietnam Militärbasen im Osten Kambodiyās ein und bringt damit die USA gegen sich auf.

1966
Maos "Kultur-Revolution" zerstört die letzten Reste der alten chinesischen Kultur auf dem Festland.

1970
März: Während einer Auslandsreise nach Paris und Moskau wird Sihanouk von der National-Versammlung abgesetzt, die General Lon Nol zu seinem Nachfolger macht.**
Sihanouk geht ebenfalls nach Peking ins Exil.

1971
Oktober: Die UNO erkennt die "Volksrepublik China" offiziell an und überträgt ihr den Sitz im "Sicherheitsrat", den bisher Taiwan inne hatte, das nunmehr von der UNO ausgeschlossen wird.

1972
Februar: US-Präsident Richard Nixon besucht Mao in Peking; auch die USA schwenken nun auf einen pro-maoistischen Kurs ein. Japan und andere "kapitalistische" Länder folgen bald darauf.***

1973
Januar: Die USA ziehen ihre Truppen aus Vietnam ab und geben Indochina verloren.

1975
April: Pol Pots "Rote Khmer" erobern Phnom Penh. Sie machen Sihanouk erneut zum Staatsoberhaupt.
Die alte, buddhistisch geprägte Kultur Kambodiyās wird ebenso ausgerottet wie die Chinas während der "Kultur-Revolution" und durch eine Art Steinzeit-Kommunismus ersetzt.


1976
April: Pol Pot setzt Sihanouk ab und erklärt Kambodiyā zur "Volksrepublik".

1978
Dezember: Vietnamesische Truppen beginnen mit der Eroberung Kambodiyās.

1979
Januar: Die Vietnamesen erobern Phnom Penh. Sihanouk flieht erst nach Peking - wo er freilich seit Maos Tod (1976) nur mehr gelitten ist -, dann nach Pjöngjang.

Während seines Exils knüpft er erneut Verbindungen zu den "Roten Khmer".

1984
Der britische Spielfilm The Killing Fields [dts.: "Schreiendes Land"] schildert anhand wahrer Begebenheiten eindringlich die Schrecken der "Rote-Khmer"-Herrschaft in Kambodiyā.


Obwohl - oder gerade weil - der Film an den Kinokassen keinen allzu großen Erfolg hat (er spielt nicht viel mehr als die Produktionskosten wieder ein) hat er einen kaum zu unterschätzenden Einfluß Impact (wir wollen es doch auf gut Neudeutsch formulieren :-) auf die Medienlandschaft: [Bürger-]Kriegs-Reporter beginnen sich zu fragen, warum sie ihr Leben auf's Spiel setzen sollen, wenn ihre Berichte ohnehin unterdrückt, zensiert oder sonstwie verfälscht bzw. kaum zur Kenntnis genommen werden. Im Folgejahr wird Claas Relotius geboren, Star-Reporter in spe des roten Wochenblatts Der Lügel Spiegel. Er wird zur Fratze zum Gesicht der Lügenpresse - und zum Vorbild für seine Kollegen: Künftig residieren sie, statt sich in Gefahr zu begeben, fernab des Kampfgeschehens in 5-Sterne-Hotels der nächsten größeren Städte und schreiben ihre "Reportagen" entweder aus den Pressedesinformationen der Gastländer ab oder saugen sie sich einfach - frei erfunden - aus den Fingern.

1988
August: Sihanouk trifft sich in Thailand mit der britischen Premierministerin Margaret Thatcher, die ihm und seinen "roten Khmer" finanzielle Unterstützung im Kampf gegen die Vietnamesen zusagt.
(Großbritannien "schenkt" ihm insgesamt 20 Millionen Pfund, die er für Waffenkäufe verwenden darf - eine indirekte Subventionierung der britischen Rüstungsindustrie.)

1989
Die Vietnamesen räumen Kambodiyā, wo sie ein Marionetten-Regime ("Volksrepublik Kampuchea [PRK]") unter Hun Sen zurück lassen.

1989-91
Auf einer Konferenz in Paris einigen sich die "Roten Khmer", die pro-vietnamesischen und die pro-chinesischen Kommunisten auf eine gemeinsame Regierung - unter Sihanouk.

1991
Sihanouk kehrt nach Kambodiyā zurück und wird erneut Staatsoberhaupt.

1993
Sihanouk nimmt erneut den Titel "König" an.

1998
16. April: Sār Salaud Saloth alias "Pol Pot" stirbt in Anlong Veng. Sein Kadaver wird auf einer Müllhalde zusammen mit ein paar alten Autoreifen verbrannt.
(Falls jemand das von Dikigoros öfters verwendete Bild von der Katze mit dem Satz "Das geschieht ihm recht" vermißt: Davon werden seine Millionen Opfer nicht wieder lebendig, und ihm selber schadet das auch nicht mehr.****)


Wiewohl Pol Pot - jedenfalls im Westen - nie den gleich Kultstatus erreicht hat wie seine Gesinnungsgenossen und Mit-Massenmörder Hô und Mao, gibt es doch einige Sympathisanten und geistige Erben/Nachahmer: Wenige Monate nach seinem Tod gelangt im fernen Jarmanī (s.o.) die Partei der "Grünen" - die es sich wie die "Roten Khmer" zum Ziel gesetzt haben, Mitteleuropa durch die systematische Zerstörung seiner industriellen Basis in die Steinzeit zurück zu versetzen - in einer Koalition mit den sozialistischen "Roten" an die Macht und beginnen, Pol Pots Plan auch dort umzusetzen. Ein Vierteljahrhundert später sind sie am Ziel.

[Bruder Nr. 1 der Grünen Khmer und Schwester Nr. 1]

2024
Als sie mitsamt ihren wechselnden Koalitionspartnern - zuletzt der rot-gelb-grünen "Ampel" - endlich abgewählt werden, hoffen alle billig und gerecht denkenden Menschen auf der Welt, daß sie genauso enden mögen wie Pol Pot - verurteilt und verbrannt auf dem Müllhaufen, zu dem sie "ihr" einst blühendes Land inzwischen gemacht haben.


Diese Hoffnung wird indes bitter enttäuscht: Unter dem neuen Regime geht es vielmehr - auch ohne die "Grünen Khmer" - noch weiter abmerz.*****


*Früher war das völlig herrschende Meinung - lediglich der genaue Zeitpunkt bzw. die genaue Dauer war strittig und die Frage, ob er den Status eines "Mönchs" erlangte oder nicht oder doch. Inzwischen thematisiert man das nicht mehr so gerne und übergeht es lieber mit Stillschweigen, denn heuer lautet die Parole: Alle Buddhisten sind gute, friedliche Menschen. Darf Dikigoros dagegen halten? Bitte sehr: Die größten Politverbrecher der Weltgeschichte vor Beginn des 21. Jahrhunderts waren Buddhisten! Über einen von ihnen - den frühesten, von dem die überlieferte Geschichte weiß - schreibt Dikigoros an anderer Stelle ausführlicher; Ihr kennt ihn vielleicht - oder glaubt, ihn zu kennen - unter dem Namen "Ashoka". Aber diese Seite ist ja Bestandteil einer Sammlung von Politiker-Lebensläufen des 20. Jahrhunderts, also läßt Dikigoros die zwischen dem und Mao, Hô und Pol Pot liegenden mal beiseite, obwohl es keineswegs Ausnahmen waren, die etwa irgend eine Regel bestätigt hätten. Nein, der Buddhismus ist - in all seinen Varianten - bereits von der Grundidee her eine Religion des Bösen, eine Pervertierung dessen, was im Westen oberflächlich als "Hinduïsmus" bezeichnet wird. Inder wissen um/glauben an den "ewigen Kreislauf [sanatan dharm]" des Lebens. Über dessen theoretisches Fundament will Dikigoros hier nicht schreiben, wohl aber über die praktischen Auswirkungen: Wer überzeugt ist, daß er im nächsten Leben in eine bessere oder schlechtere Existenz hinein geboren wird, je nachdem, wie er sich im gegenwärtigen Leben aufführt, der bemüht sich, ein guter Mensch (also das Gegenteil von einem "Gutmenschen" :-) zu sein. Der Buddhismus vertritt nun aber die These, daß man aus diesem Kreislauf ausbrechen - ihn "überwinden" - könne; und dann ist es völlig egal, ob man Gutes oder Böses tut - man geht ja ins Nirwana sein! Deshalb konvertierte Āshok - so hieß er richtig - gegen Ende seines Lebens zum Buddhismus, denn er wollte ja nicht als Küchenschabe wiedergeboren werden! Und alle Buddhisten denken notwendiger Weise ebenso: Nach uns die Sintflut!
(Und bevor jemand Dikigoros mailt, daß er sich als Katholik mal schön an die eigene Nase fassen sollte: Da rennt man bei ihm offene Türen ein. Die Schuld sieht er freilich [auch] bei den Protestanten: Bevor jener Mönch aufkreuzte, der Martin Luder hieß und sich, nachdem er etwas Küchenlateinisch erlernt hatte, "Martinus Luther" nannte, galt in der christlichen Kirche die Lehre von den Guten Taten: Wer sich ihrer befleißigte, etwa indem er der Kirche immer fleißig spendete und ihr am Ende sein Vermögen vermachte (was M.L. - völlig zu Recht - ein Dorn im Auge war), der kam in den Himmel; wer dagegen sündigte, der kam in die Hölle, basta. Als nun aber die Protestanten allmählich die Oberhand gewannen, verfiel die katholische Kirche im Rahmen der so genannten "Gegenreformation" auf die krause Idee, die Protestanten noch links zu überholen und ihre eigene Lehre wie folgt zu ändern: Man konnte im Leben soviel Böses tun/soviel "sündigen", wie man wollte; wenn man es nur beichtete und bereute - und sei es auf dem Sterbebett - kam man trotzdem in den Himmel. Damit machte sich die katholische Kirche für die breite Masse der Sünderlein wieder attraktiver und konnte weite Teile Europas zurück gewinnen. Im übrigen braucht sich Dikigoros nicht an die eigene Nase zu fassen, denn er ist schon seit vielen Jahren Shiwaït.)
Um auf Pol Pot zurück zu kommen: Vielleicht ist sein Geburtsjahr ja tatsächlich 1925, und man hat es lediglich deshalb auf "1928" verlegt, um drei Jahre Klosterdienst zu verschleiern? Allerdings meint Dikigoros, daß auch 15 Jahre - von 1934 bis 1949 - ausreichen, um irgendwo den Klosterdienst "einzubauen". Nur wenn man - wie früher eine bekannte Verblödungsplattform im www, die sich als "Online-Lexikon" geriert - von sechs Jahren Klosterdienst ausgeht, bräuchte man wohl das drei Jahre ältere Geburtsdatum.

**2020 bezeichnet eine vom Berliner BRDDR-Regime kontrollierte Verblödungs-Plattform, die sich rühmt, ein "Lexikon" zu sein, mit der einem solchen angemessenen "Neutralität" Lon Nol als "unpopulär, inkompetent und korrupt". 1971 beschrieb die (sozial-liberale) Bonner Bundesregierung in der 144. Ausgabe ihrer Reihe Informationen zur politischen Bildung ("Südostasien: Geschichte und Gegenwart") das Land unter Lon Nol dagegen wie folgt: "Von allen südostasiatischen Staaten bietet Kambodscha dem Kommunismus die geringsten Angriffspunkte für eine Sozialrevolution, denn Kambodscha ist ein vom Buddhismus geprägtes Bauernland, in dem über 90% der Bauern auf eigenem Grund und Boden sitzen und in dem es keine krassen Unterschiede in Hinsicht auf Bildung und Einkommen gibt." 1975 schrieb Dikigoros an den Rand seines Exemplars: "So kann man sich täuschen!" Dann strich er aus der eine Seite zuvor abgedruckten Liste der "selbständigen Staaten Südostasiens" die Republik [Süd-]Vietnam, so wie er irgendwann nach dem 1990 erfolgten Anschluß der BRD an die DDR die erstere Staatsbezeichnung aus seinem Wortschatz strich.

***Dikigoros schreibt das für all diejenigen, die Sihanouk - der sich gewiß in einer weitaus schwierigeren Lage befand - vorwerfen, ein gleiches getan zu haben. Wie kontrovers Sihanouks Verhältnis zu den roten Khmer diskutiert wurde, zeigt ein Blick in die zeitgenössische Literatur: Während z.B. John Barron und Anthony Paul in "Murder of a Gentle Land. The Untold Story of Communist Genocide in Cambodia [Die Ermordung eines sanften Landes. Die verschwiegene Geschichte des kommunistischen Völkermordes in Kambodiyā]" und François Ponchaud in "Cambodia year zero [Kambodiyā im Jahre null]" die Verbrechen der Regierung schonungslos anprangern, verharmlosen relativieren Autoren wie der Möchtegern-Lingust Noam Chomsky und der Mutter-Teresa-Hasser Christopher Hitchens - die freilich im Gegensatz zu ersteren nie dort waren, weder vor noch während noch nach den streitgegenständlichen Ereignissen - jene Verbrechen und behaupten, die anti-kommunistischen Mainstream-Medien hätten die Zahl der Opfer maßlos übertrieben.

****Das gilt auch für das so genannte "Khmer Rouge Tribunal", das Ende des 20. Jahrhunderts auf Betreiben der UNO angezettelt eingerichtet wurde und in den 25 Jahren seiner Existenz hunderte Millionen US$ verschlang (die hauptsächlich dem brdischen Steuerzahler aufs Auge gedrückt wurden). Am Ende verurteilte es von den neun Personen, gegen die es Anklage erhob (alle übrigen ließ man schon im Ermittlungsverfahren wegen Mangels an Beweisen - ihre Opfer waren ja tot und konnten nicht mehr als Zeugen aussagen - laufen) ganze drei (nicht etwa zum Tode, sondern zu Freiheitsstrafen), von denen zwei verstarben, bevor ihr Urteil rechtskräftig wurde. (Der dritte hatte seine Berufung zurück genommen, sonst wäre niemand rechtskräftig verurteilt worden!) Noch Fragen? Dann behaltet sie getrost für Euch, denn Dikigoros ist so ein Mickey Mouse Court nicht mehr als eine kurze Fußnote und ein Bildchen wert.

*****Um sich nicht dem Verdacht auszusetzen, mit der voraufgehenden Fußnote einseitige Justiz-Schelte gegen die UNO und deren juristische "Aufarbeitung" der Khmer-Rouge-Verbrechen betreiben zu wollen, erwähnt Dikigoros der guten Ordnung halber, daß es um die Aufarbeitung der "Corona"-Verbrechen in der EU und der BRDDR (und anderswo im so genannten "Wertewesten") um keinen Deut besser bestellt ist.
Der Corona-Panhysterie, unter deren Vorwand weltweit die übelste Diktatur der Menschheitsgeschichte errichtet wurde - mit Lockdown-Terror und de-facto-"Impf"-Zwang mit der langfristig tödlichen mRNA-Plörre - fielen nicht bloß 2 Millionen, sondern bisher rund 200 Millionen Menschen zum Opfer, und ihre Zahl dürfte wegen der Spätfolgen des so genannten "frame shifting", das durch letztere hervor gerufen wird, noch auf rund 2 Milliarden (für Gesamtschüler: das sind zweitausend Millionen) ansteigen.
Die Täter waren durchaus bekannt, und es hagelte auch Strafanzeigen, jedoch ohne Erfolg. Beim "Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte" - dessen Richter ebenso korrupt kompetent (und ebenso fürstlich gut-demokratisch besoldet) waren und sind wie die des "Khmer-Rouge-Tribunals" - sowieso nicht. Und das letzte zum Schein pro forma eingeleitete Ermittlungsverfahren - gegen den damaligen Krankheitsminister "Gesundheitsminister" der BRDDR, der für Milliarden Steuergelder Atembehinderungsmasken "Atemschutzmasken" bei der Firma seiner Eheschwuchtel gekauft hatte - wurde ein Jahr nach der Machtergreifung seines Parteifreundes Friederich dem Wüterich niedergeschlagen eingestellt - die veruntreuten ergaunerten redlich verdienten (jedenfalls nach Ansicht der zuständigen Staatsanwaltschaft) Milliarden durfte das "Ehepaar" selbstverständlich behalten.


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