![[Gotthard Heinrici]](heinricitop.jpg)


![[Grabstein]](heinricigrab.jpg)
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*Dikigoros schreibt an anderer Stelle (ebenfalls in der ersten Fußnote) über den Ursprung dieses Namens - der damals noch allgemein bekannt gewesen sein dürfte - und seine verschiedenen Varianten. (Manche schreiben die Vornamen auch "Fedor" und "Gotthardt" oder ersetzen den zweiten Vornamen "August" durch "Carl". Dikigoros folgt hier einer Quelle, die behauptet, die Geburtsurkunde eingesehen zu haben; er selber kennt nur die Unterschrift "Heinrici", kann also nicht mit Bestimmtheit sagen, was richtig ist.) Daraus ergibt sich auch, warum er von manchen Trägern nicht gerne als Rufname geführt wurde. (Die Mutter hatte ihn wohl nach dem Vornamen ihres eigenen Vaters ausgesucht.) **Giselas Mutter Friederike Antonie Dietze war eine geborene Rothmann. Jüdische Herkunft stand einer langen Tradition im preußischen Staats- und vor allem im Militär-Dienst nicht entgegen. Kein Staat Europas - und wahrscheinlich der Welt - war in religiösen Dingen so tolerant wie das alte Preußen; und rassische Gesichtspunkte spielten in einem Staatswesen, das als einziges in Deutschland nicht auf einen ethnisch definierten Stamm zurück ging, schon gar keine Rolle. Das preußische Militär wies ohnehin nur einen ganz geringen Prozentsatz eigener "Landeskinder" auf. Die häufig anzutreffende Behauptung, um im preußischen Militär Karriere zu machen, müsse man von "preußischem" Adel sein; ist irreführend - umgekehrt wird ein Schuh draus: Wer militärische Meriten erworben hatte und darob zur Beförderung in höhere/höchste Ränge anstand, wurde geadelt - so auch Heinricis Vorfahren mütterlicherseits. ***In modernen Geschichts- und Märchenbüchern wird oft suggeriert, daß jener Grenzschutz auf mehr oder weniger "privater" Initiative irgendwelcher Freikorpsführer beruht habe. Tatsächlich [...]
****Auch durch ihre Ahnenreihe spuken Jüdinnen und Juden [...]
*****Moderne ******Die Schlacht um Kursk zählt zu den unter Militärhistorikern meist umstrittenen Ereignissen des Zweiten Weltkriegs. Entgegen früheren Darstellungen, die vor allem den subjektiv getrübten Memoiren sowjetischer Generäle folgten, zeigte sich nach Öffnung der Moskauer Archive, daß die Wehrmacht bei Kursk viel geringere Verluste hatte als bisher angenommen und möglicherweise kurz vor einem Sieg stand. Allerdings ließ Hitler die Schlacht nicht nur wegen der Landung der Westalliierten auf Sizilien abbrechen, sondern auch, weil führende Militärs befürchteten, daß bei einer weiteren Konzentrierung der stärksten deutschen Verbände auf Kursk die südlich und nördlich anschließenden Frontabschnitte nicht gehalten werden könnten und "ein neues Stalingrad" drohte. Eine andere Frage ist, was mit der Offensive bei Kursk überhaupt bezweckt wurde. Es gibt vereinzelte Spekulationen, daß Hitler sich eine verbesserte Ausgangsposition für einen Separatfrieden mit der Sowjet-Union schaffen wollte. Stalin (der an der alliierten Konferenz von Casablanca, die einen solchen ausschloß, nicht beteiligt worden war und sich daher offenbar nicht mehr an die entsprechende Vereinbarung mit Großbritannien vom Mai 1942 gebunden fühlte) hatte dies im Frühjahr 1943 angeboten, jedoch auf den Vorkriegsgrenzen bestanden, wozu Hitler nicht bereit war.
*******Da Dikigoros im Haupttext schon erwähnt hat, daß die Niederlage bei Stalingrad vor allem auf das Versagen rumänischer, ungarischer und italienischer Truppen zurück zu führen war, will er wenigstens in einer Fußnote ergänzen, daß die Landung der Westalliierten auf Sizilien nur gelang, weil die Italiener (die den Invasionsverbänden zahlenmäßig weit überlegen und - anders als z.B. die Rumänen bei Stalingrad - auch waffenmäßig bestens ausgerüstet waren), keinen Widerstand leisteten, sondern Hals über Kopf die Flucht ergriffen und einem Häuflein kaum bewaffneter Deutscher, die eigentlich zum Übersetzen nach Nordafrika vorgesehen waren (Dikigoros' Vater war einer von ihnen) den - aussichtslosen - Abwehrkampf überließen.
********Die meisten wurden entweder - z.T. nach hanebüchenden *********Dikigoros ist kein anderer Fall aus der BRD der 1970er Jahre bekannt, bei dem Sterbeort und Sterbetag einer doch einigermaßen bekannten Persönlichkeit derart strittig sind. Er folgt hier den Daten auf dem Grabstein - wenngleich er weiß, daß auch denen nicht immer zu trauen ist und es ihn merkwürdig dünkt, daß Geburts- und Sterbeort dort nicht angegeben sind - wohl aber auf dem Grabstein seiner Frau gleich daneben.
**********Die anderen beiden waren der Generaloberst Hans Friessner (1971) und der Generaloberst der Waffen-SS
Paul Hausser
(1972). Dagegen wurde Angehörigen der Bundeswehr z.B. die Teilnahme am - privaten - Begräbnis von Feldmarschall a.D. Ferdinand Schörner (1973) per Erlaß des Bundesverteidigungs-Ministers in Uniform ausdrücklich verboten und selbst in Zivil für "nicht erwünscht" erklärt; die Beachtung dieses Erlasses wurde durch zwei eigens abgestellte Spitzel überwacht. Der berüchtigte "[2.] Traditions-Erlaß" der Bundeswehr - mit dem Ziel, alle deutschen Soldaten des Zweiten Weltkriegs, die nicht nachweislich "Widerstandskämpfer", Deserteure oder Verräter waren, pauschal zu "Kriegsverbrechern" zu stempeln und jegliche Erinnerung an sie auszulöschen - wurde jedoch erst im letzten Jahr der Regierung
Schmidt
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